Burg l Während die geplante Erhöhung der Gebühren für die Nutzung der Kindereinrichtungen noch einmal zur Diskussion stehen wird, weil die Kalkulationen offengelegt werden, steht das Signal bei den Friedhofsgebühren auf Richtung Erhöhung. Nach den Fachausschüssen hat auch der Hauptausschuss am Donnerstagabend der Vorlage der Verwaltung mehrheitlich zugestimmt. Je nachdem, welche Grabform gewählt wird, muss unterschiedlich tief in die Tasche gegriffen werden. Vor allem die Nutzung von Wahlstellen für Erdbegräbnisse wird deutlich teurer, während die Inanspruchnahme der Friedhofskapellen mitunter günstiger ausfällt. SPD-Stadtrat Ulf Möbius sagte im Bauausschuss: „Darüber freut sich natürlich niemand. Aber das sind Kosten, die zum Glück nicht so oft anfallen. Insofern sind sie noch akzeptabel.“

Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Otto Voigt (SPD), verteidigte die Beschlussvorlage der Verwaltung. Sein Argument: Im Vergleich zu anderen Gemeinden wie Möser oder Biederitz seien die Burger Gebühren noch immer vertretbar. Etwas „Bauchschmerzen“ hat CDU/FDP-Fraktionschef Frank Michael Ruth. Er bescheinigte der Verwaltung eine Fleißarbeit, sieht aber Probleme in der Mischkalkulation auf Grund unterschiedlicher Standards der Friedhöfe. „Ich sehe aber schon die Notwendigkeit, dass die Gebühren angepasst werden.“

AfD ist anderer Meinung

Komplett anderer Meinung ist die AfD/Endert-Fraktion. Sie fordert, den Beschluss nicht zu behandeln und mit der Kalkulation noch einmal in die inhaltliche Diskussion einzusteigen. Ihre Anträge in den Ausschüssen, die Vorlagen von der Tagesordnung zu nehmen, fielen allerdings bislang durch. „Wir halten die Mehrbelastungen für die Bürger trotzdem für nicht vertretbar“, so Fraktionschef Gerald Lauenroth.

Die zuständige Sachbearbeiterin der Stadt, Liane Ziemert, untermauerte in den bisherigen Beratungen die Gebührensteigerungen. Sie sind das Ergebnis der Mischkalkulation von 2015, 2016 und 2017 „mit allen umlagefähigen anfallenden Kosten“, um für Burg und die Ortschaften eine einheitliche Gebühr zu erzielen. Sie räumte aber ein, dass vor allem die Einwohner in den Ortschaften belastet werden. „In den kommenden Jahren werden wir aber eine Stabilisierung der Kosten erreichen.“

Kostendeckung als Ziel

Stadt-Pressesprecher Bernhard Ruth betonte, dass die Stadt eine Kostendeckung erreichen müsse, um auch weiter in die Friedhöfe investieren zu können.