Burg l Die Fête de la musique hat sich inzwischen auch in Burg als feste Größe im kulturellen Leben der Stadt etabliert. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) und in der Trägerschaft des Jugendwerks Rolandmühle/Soziokulturelles Zentrum wird es am Freitag, 21. Juni, turbulent, sportlich, bunt und laut. Auf wenigstens zwei Bühnen und an unterschiedlichen anderen Spielorten in der Burger Innenstadt singen und spielen dann Solokünstler sowie Bands, so Organisatorin Silke Kirchhof. „Jeder, der Musik macht, ist herzlich willkommen, kann mitmachen.“ Selbst wenn Musiker sich kurzfristig entschließen und ihr Instrument auspacken, sei das „in Ordnung, schließlich ist es ein Straßenfest“. Ansonsten habe man den Anmeldeschluss auf den 15. Mai festgelegt, sagt der Koordinator im Mehrgenerationenhaus und „Netzwerker“ Marcus Kaloff, denn Anfang Juni wolle er die Flyer drucken lassen, und da sollten die meisten Künstler zu finden sein.

Künstler treten gemeinsam auf

Einbezogen wird auch die Skateranlage im Goethepark. Hier findet wieder der Skate-Board-Contest „Betaille sur gumme“ statt, das dazugehörige Hip-Hop-Skateevent zieht es auch an diesen Platz. „Hier wollen wir verschiedene Musiker spielen lassen, die derzeit bei den Jugendlichen angesagt sind“, sagt Lucien Schröder von der Gruppe „Skate & Roll“. Gemeinsam mit den Mitgliedern von „Burg Pro Musik“ planen sie eine „Youth Stage“.

Auf den Bühnen am Weinberg und im Goethepark erwarten Silke Kirchhof und Mitorganisator Carsten Gessner viele interessante Bands. Dort werden auch die Gäste aus Frankreich auftreten. „Nicola Sòn und Band sind fest eingeplant“, weiß Kirchhhof, „und in Kooperation mit dem Burger Freundschaftskreis sind noch weitere original-französische Auftritte und Künstler geplant.“

Die Veranstalter sehen auch 2019 die Veranstaltung als Fest, bei dem Musiker, ob Profis oder Amateure, und Familien gemeinsam feiern und Spaß haben. Dafür gibt es jede Menge kreative und musikalische Mit-Mach-Angebote. Parallel zu den Auftritten in den Parks und der Innenstadt musiziert das Gitarrenensemble der Kreismusikschule wieder im Burger Krankenhaus, um auch denen eine Freude zu machen, deren Gesundheit nicht zum Besten steht. „Musik überwindet Grenzen“, weiß Silke Kirchhof, „das ist die Idee der Fête de la Musique, ein buntes, offenen Straßenfest, bei dem Neues ausprobiert und Bewährtes genossen werden kann.“ Dadurch werde das Kulturleben der Kreisstadt bereichert, sind sich die Organisatoren einig.

Ohne Honorar

Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und viel musikalischem Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen Ereignis entwickelt. Inzwischen verbindet die Fête Menschen in über 500 Städten weltweit. Zu hören gibt es Musik aller Stilrichtungen, für das Publikum gratis, dank all der Bands, Orchester, Chöre und Solisten, die an diesem Tag ohne Honorar auftreten. Dass die Künstler für ihren Auftritt kein Geld bekommen, gehört zu den Prinzipien der Fête de la Musique. Außerdem gilt: Alle Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich und die Konzerte finden an ungewöhnlichen Orten, insbesondere unter freiem Himmel, statt.

In diesem Jahr findet die Fête zum 17. Mal in Sachsen-Anhalt statt, neun Städte, unter anderem Magdeburg, Dessau und Quedlinburg, nehmen teil. Wer am 21. Juni einen musikalischen oder anderen Beitrag leisten will, kann sich hier informieren.