Burg l Auf Wiedersehen, au revoir, goodbye und ma‘a s-salamah: Die 10. Interkulturelle Woche in Burg geht zu Ende. Von Filmvorführungen über Vorträge und Workshops standen viele tolle Events für die Burger auf dem Programm.

Kulinarisches aus aller Welt

Ein besonderer Leckerbissen war der Interkulturelle Brunch im Soziokulturellen Zentrum. Mit deftigen Senfeiern, zitronig-frischem Tabouleh, würziger Soljanka und saftigen Datteln im Speckmantel ging es einmal kulinarisch um die Welt.

Aber nicht nur das reichhaltige Buffet beim Frauenfrühstück versprach multikulturelles Miteinander. Rund 50 Frauen hatten sich an den Tischen eingefunden − ein bunter Querschnitt mitten durch die Stadt. „Wir alle wollen, dass unsere Kinder eine gute Bildung und ein gutes Leben haben. Dieser Friedensaspekt verbindet uns“, betonte Silke Kirchoff, Leiterin des Soziokulturellen Zentrums, zur Eröffnung. Nach weiteren Begrüßungen auf arabisch, russisch und französisch hieß es dann: Guten Appetit.

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Miteinander und Toleranz

Oder wie im Fall der kleinen Ritash „Herzlichen Glückwunsch“. Das Mädchen feierte am gleichen Tag ihren sechsten Geburtstag, mit pinkem Hütchen und ganz viel Spaß. Zusammen mit ihrer Mama Mirfat und ihrer großen Schwester Isaa hat sie den Weg ins SokuZ gefunden, aber nicht zum ersten Mal: „Wir sind öfter hier. Ich besuche mittwochs und freitags das Sprachcafé im Zentrum“, erklärte die 25-Jährige in fast perfektem Deutsch.

Bei Sitznachbarin Bushra, die seit zwei Jahren in Deutschland lebt, klappt das noch nicht ganz so gut, aber das macht nichts: Die Unterhaltung mit Monika Schöpp und Roswitha Reichel aus Burg klappt auch mit Händen, Füßen und ganz viel Lächeln. Die beiden Burger Seniorinnen kommen jeden Monat zum Frauenbrunch ins Zentrum. „Wir sind gerne hier zum Frühstück. Heute ist die Sprachbarriere zwar etwas höher, aber auch das geht irgendwie“, so Schöpp. Und genau darum geht es bei der Interkulturellen Woche: Nicht auf die Unterschiede gucken, sondern auf die Gemeinsamkeiten.

Das betont auch Silke Kirchhoff. Die vielfältige Woche war auch aus Sicht der SoKuZ-Leiterin ein voller Erfolg. „Unsere drei Veranstaltungen, also die Filmvorführung zu ‚Heimat ist ein Gefühl‘, der Integrationscup und natürlich der Brunch, waren alle gut besucht.“ Zwischen 50 und 100 Teilnehmern zählte das SoKuZ pro Event. Einzig die Terminplanung der IKW ließe sich für nächstes Jahr noch verbessern: Manche Veranstaltung überschnitt sich zeitlich. Was sie schon verrät: Es wird einen dritten Integrationscup geben. Sogar Landrat Steffen Burchhardt wolle dann mit einem Team teilnehmen.

Dass solche Events nach wie vor nötig seien, zeige das Ergebnis der Bundestagswahl, erklärte Silke Kirchhoff. „Ich wünsche mir einfach, dass gemeinsames Feiern und gelebte Toleranz selbstverständlich werden.“