Landesgartenschau: Neugestaltung von Weinberg, Ihlegärten und Flickschupark

Einen Ausblick auf die Landesgartenschau haben am Sonnabend mehr als 40 Burger bekommen. Während eines Spaziergangs über das zukünftige Areal hat Projektleiterin Sonnhild Noack das Konzept vorgestellt.

Burg l Wer die Stufen zum Weinberg erklommen hat, dem bietet sich ein guter Blick über Burg. Bürgermeister Jörg Rehbaum sagte: "Das ist der Stadtbalkon." Anlass zu diesem Kommentar gab der zweite Spaziergang auf den künftigen Flächen der Landesgartenschau (Laga) 2018. Rund 40 Bürger begleiteten den Rundgang, auf welchem Sonnhild Noack, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, das Projekt erklärte.

"Mit einigen Arbeiten beginnen wir schon jetzt", kündigte sie an. Die Stadtmauer auf dem Weinberg werde spätestens im nächsten Jahr saniert. Archäologen würden bei der historischen Rekonstruktion helfen. Grünanlagen und Wegenetz werden weiter ausgebaut. "Auch das alte Fabrikgebäude, was über die Ihle gebaut und von hier oben gut zu sehen ist, wird vielleicht in das Konzept mit eingebunden", sagte die Projektleiterin. Verhandlungen mit dem Inhaber stünden noch bevor.

Vorsitzender des Fördervereins für die Laga ist Udo Vogt. Er gab einen historischen Abriss über den Weinberg, der immerhin als einer der ältesten Plätze der Stadt gilt. 1519 wurde hier die erste Rebe gepflanzt. Ebenso brachte er Ideen ins Spiel. "Es könnte hier auf den Weinterrassen ein Amphitheater entstehen", schlug er vor. Aber alles zu seiner Zeit. Die offizielle Ausschreibung für die Planung der Laga beginnt im Frühjahr. Sonnhild Noack sagte: "Mitte nächsten Jahres sollten wir dann einen Planer und damit ein Konzept haben."

Vom Weinberg ging es weiter über die Hainstraße zur Historischen Gerberei. Unterwegs informierte die Projektleiterin ebenfalls über Straßenbaumaßnahmen. "Bald wird damit begonnen, die Brückenstraße zu sanieren. Anschließend geht es mit der Erneuerung der Bergstraße weiter."

Bei der Historischen Gerberei angekommen, wurden die Ausführungen von Sonnhild Noack sichtbar. "Von hier aus über den Parkplatz des Heimatvereins bis runter zur Ihle wird eine Verbindung geschaffen." So werde die Ihle weiter begrünt und der Fluss deutlicher in das Stadtbild eingebunden. Ebenso das Grundstück am Breiten Weg 44 werde neugestaltet.

Folgt der Spaziergänger der Ihle, gelangt er an der Schulstraße zu einem Spielplatz. "Nicht zu vergessen ist, was sich hier bereits getan hat. Vor drei Jahren war an dieser Stelle noch eine Wüste", betonte Sonnhild Noack. Bürgermeister Jörg Rehbaum machte aufmerksam auf ein Projekt: "Vor drei Wochen ist die Gestaltung dieser Mauer fertig geworden. Gerne möchten wir noch weitere leere Wände in der Stadt verschönern." Wer als Privatmensch seine von der Straße her sichtbare Mauer bemalt haben möchte, könne sich auch gerne im Rathaus melden.

Der 4,6 Hektar große Flickschupark werde laut Sonnhild Noack fast unverändert bleiben. "Vorne im Eingangsbereich wird sich jedenfalls etwas tun." Derzeit ist hier ein Parkplatz. "Der nicht ansehnlich, geschweige denn einladend ist", sagte die Projektleiterin.

Ingesamt werde in die Laga 2018 mit Vorbereitung, Planung und Durchführung rund 20 Millionen Euro investiert, hieß es von Mario Schmidt, Fachbereichsleiter Bau. Davon seien ein großer Teil vor allem Fördergelder.