Loburg l Jedes Wochenende strömen etliche Gäste von außerhalb in das Städtchen Loburg, um zwischen Burg, Rittergut, Storchenhof und Brennerei zu pendeln. Jetzt kann auch Claudia Dalbert von sich behaupten, alle Sehenswürdigkeiten Loburgs besucht zu haben.

Die Landesministerin – lange schon bekennender Storchenhof-Fan – löste damit gleich zwei Versprechen ein. Den Betreibern der Loburger Brennereimanufaktur, Erich und Alf Kullmann, hatte sie bei einem Treffen auf der „Grünen Woche“ in Berlin versprochen, demnächst mal in der Schaubrennerei vorbei zu schauen. Und auch dem Vorsitzenden des Vereines „Loburger Weg“, Ludwig Dommroese hatte sie – beim 80. Geburtstag von Storchenvater Christoph Kaatz – zugesichert, auch die Loburger Burg einmal zu besuchen.

Branntweinmonopol ändert Marktsituation

Beim Besuch der Schaubrennerei der Familie Kullmann gab es freilich eine Führung mit ausgiebigen Erläuterungen zur Herstellung von feingeistigen Produkten aus Loburg. Neben diesem Programmpunkt, den auch viele Touristen bereits erlebt haben, sprach Erich Kullmann gegenüber der Ministerin aber auch landwirtschaftliche Themen an: „Nach dem Ende des Branntweinmonopols mussten die Brennereien und auch die Obstbauern mit einer neuen Situation umgehen. Über diesbezügliche künftige Möglichkeiten wollten wir mit der Landwirtschaftsministerin sprechen“, erklärt Erich Kullmann.

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Bei der zweiten Station, der Loburger Burg blieb der „Geist von Loburg“ der Ministerin treu: Denn der Vereinsvorsitzende des „Loburger Weges“, Ludwig Dommroese, überreichte Claudia Dalbert eine Flasche „Wegzehrung“, jenen Holunderblütenlikör, den die Firma Kullmann eigens für den Verein Loburger Weg kreiert hat, und der auch nur bei dem Verein erworben werden kann.

Auf der Burg Loburg wollte sich die Landwirtschaftsministerin vor allem einen Eindruck von der Kaffeekannen-Sammlung des Vereines machen. In der Burg präsentiert der „Loburger Weg“ nicht nur seine 1050-Kannen-Sammlung, sondern auch Alltagsutensilien aus Urgroßelterns Zeiten.

Der Ministerin gefiel‘s: „Wenn man alles zusammen nimmt, ist hier viel zu sehen. Das ist ein richtig schönes Ausflugsziel. Genau das Richtige für einen klassischen Sonntagnachmittagsausflug, nicht zu weit weg von der Stadt.“ Ludwig Dommroese bestätigt: „Wir haben viele Besucher aus Magdeburg.“

Begeistert, wie sich Loburg entwickelt

Auch Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly freut sich, dass die Loburger Sehenswürdigkeiten inzwischen gesamtheitlich wahrgenommen werden: „Das führt etwa dazu, dass man im Barbycafé sagt, geht auch mal zur Burg und zum Storchenhof.“ Der Verein „Loburger Weg“ sei sehr aktiv gewesen bei der Pflege des Fläminggedanken, der mit der Austragung des Fläming-Frühlingsfestes auch touristische Sogwirkung erzielt hatte.

„Ich bin begeistert, wie Loburg sich entwickelt“, bewertet die Landwirtschaftsministerin die jüngste Entwicklung im Zentrum Loburgs. Den Tourismus mit dieser Art von Wirtschaft nach vorne zu bringen, böte zusätzliches Potenzial und mache Stadt und Lebensumfeld attraktiv. „Das ist ganz wichtig für Entwicklung der Stadt.“

Mit einem Eintrag ins Gästebuch der Burg und dem Loburger Geist in Flaschenform in der Tasche, machte sich die Landwirtschaftministerin wieder auf den Weg in die Landeshauptstadt.