Genthin/Burg  l Vor 30 Jahren fiel die Mauer. Ein Ereignis, das in die Geschichte eingehen wird und mit unzähligen Erinnerungen und Begegnungen verbunden ist. Die Volksstimme möchte mit einer Serie daran erinnern und Sie, liebe Leser, einladen mitzumachen.

Die politische Wende in der DDR und der Mauerfall jähren sich in diesem Jahr zum 30. Mal – die Flucht Tausender DDR-Bürger über Ungarn, die Besetzung bundesdeutscher Botschaften in Warschau, Prag und Berlin, die immer kraftvoller wer- dende Bürgerrechtsbewegung, Demonstrationen und der gewaltige Protestmarsch in Leipzig.

Erste Demonstrationen

Im Herbst, nach dem letzten Republik-Geburtstag, haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen, so dass es den Menschen gelegentlich den Atem verschlug. Erich Honecker wird abgesetzt und schließlich fällt am 9. November die Mauer – der antifaschistische Schutzwall wird überrannt. Die Menschen wollen Freiheit und Veränderungen. Erste Gesprächsforen finden statt, Demonstrationen folgen mit klaren Forderungen, möglichst schnell tiefgreifende gesellschaftliche Änderungen einzuleiten. Auch Kirchen in Burg und Genthin sind so voll wie nie zuvor und entwickeln sich zum gesellschaftlichen Mittelpunkt, weil den alten Parteikadern wenig oder gar kein Vertrauen entgegengebracht wird. Wie haben Sie diese spannende Zeit im Jerichower Land erlebt? Haben Sie selbst mit dem Gedanken gespielt, sich in Richtung Ungarn auf den Weg zu machen oder in der deutschen Botschaft in Prag Zuflucht zu suchen? Sind Familienmitglieder oder Freunde im Sommer 1989 in den Westen geflüchtet?

Bilder

Haben Sie sich in Oppositionsgruppen engagiert oder waren Sie selbst an der Gründung einer solchen beteiligt? Haben Sie an Friedensgebeten und Demonstrationen teilgenommen? Besitzen Sie noch Fotos von den Zusammenkünften in den Kirchen oder von Demos aus jenen bewegten Tagen?

Oder waren Sie selbst bei der Polizei oder der Staatssicherheit beschäftigt? Haben Sie an die sozialistische DDR geglaubt oder waren Sie hin und her gerissen zwischen Ihrer Überzeugung, der Realität, Ihrem Job und den Menschen, die in den Kirchen und auf den Straßen Veränderungen fordern?

Melden Sie sich!

Rufen Sie uns an und erzählen Sie uns Ihre Geschichten und Erlebnisse aus jenen Wende-Tagen 1989. Sie erreichen uns unter 03921/45 64 31 (Mario Kraus) oder -37 (Thomas Pusch) .

Sie können sich auch gern unter der E-Mail-Adresse redaktion.burg@volksstimme.de an die Lokalredaktion wenden oder persönlich bei uns in der Redaktion vorbeischauen. Hier wäre eine vorherige Terminabsprache von Vorteil.