Burg l Nicht nur bei der Arbeit im Wald, auch für Jogger, Radfahrer oder Pilzesammler beseht ein gewisses Unfallrisiko, wenn sie in der Natur unterwegs sind. Deshalb bringt die Rettungskette Forst, die in erster Linie für im Wald arbeitende Personen der Forstverwaltung ins Leben gerufen wurde, auch für Menschen, die ihre Freizeit im Wald verbringen, in Notfällen womöglich schnellere Hilfe, erklärt Franka Schumann vom Betreuungsforstamt Nedlitz, das sich auch um den Burger Stadtwald kümmert. Sie war in dieser Woche zusammen mit Carsten Stephan, Wolfgang Brückner und Ronald Tietze unterwegs, um drei Rettungspunkte zu markieren, die zusammen mit der Stadtverwaltung ausgewählt wurden: am Sportplatz in Parchau, am Brehm und zwischen Reesen und Grabow.

„Wir schaffen etwa zehn Schilder am Tag“, so Forstwirtschaftsmeister Carsten Stephan. Die drei Schilder für Burg waren dann auch fix aufgestellt. Die Waldarbeiter Wolfgang Brückner und Ronald Tietze hoben ein 50 Zentimeter tiefes Loch aus, setzten einen Betonsockel, in dem eine Stange wie für Verkehrsschilder verankert wurde. Dann befestigte Carsten Stephan das für diesen Standort individuelle Schild. Es ist grün mit einem weißen Kreuz, darunter die individuelle Nummer (Abkürzung für den Landkreis, Buchstabe F für Forst und fortlaufende Nummer). Die Rettungspunkte sollen im Notfall als Treffpunkt für Rettungsdienst und Hilfesuchenden dienen. Weil der Rettungspunkt unter Umständen auch von ortsunkundigen Personen gefunden werden muss, gibt es die landesweit bisher etwa 1000 Rettungspunkte nur an befestigten öffentlichen Straßen. Die Koordinaten der Rettungspunkte liegen der Rettungsleitstelle auch in Burg vor.

Wer im Wald mit einem Smartphone unterwegs ist und Empfang hat, kann mit den kostenlosen Apps „Hilfe im Wald“ und „Meine Umwelt“ den Standort sowie den nächstgelegenen Rettungspunkt bestimmen.