Burg/Genthin (vs) l Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Jerichower Land ist auf 396 gestiegen (Stand: 11. November, 15.55 Uhr), so das Sozialministerium. 168 Menschen sind derzeit infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 126,13 gestiegen.

Die Zahl der Infektionen hat innerhalb der letzten Woche um 90 Fälle zugenommen, ergänzte Landkreis-Sprecherin Claudia Hopf-Koßmann am Mittwoch (Stand: 10. November, 15 Uhr).

Aktuell befinden sich im Landkreis 743 Personen in häuslicher Quarantäne, stationär müssen derzeit vier Personen behandelt werden, hieß es gestern weiter. Nach zwei Sterbefällen in der „ersten Welle“ gab es in der zweiten Corona-Welle im Jerichower Land bisher zwei Sterbefälle: Eine 88-jährige Frau und ein 85-jähriger Mann sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, so die Kreis-Sprecherin.

Der wieder deutliche Anstieg der Zahlen hängt neben vielen Einzelerkrankungen auch mit einem Ausbruch in einer stationären Pflegeeinrichtung in Burg zusammen. Nachdem zwei Bewohner der Einrichtung und drei Personen vom Pflegepersonal erkrankt waren, testete das Gesundheitsamt in der letzten Woche alle Bewohner sowie das gesamte Personal. Hier wurden insgesamt 24 positive Fälle registriert.

Überwiegend Einzelfälle

„Im Moment handelt es sich bei den positiven Testergebnissen allerdings überwiegend um Einzelfälle, die sich über das gesamte Kreisgebiet verteilen. Auch zeichnet sich ab, dass ein deutlich höherer Anteil der in Quarantäne befindlichen Personen Symptome entwickelt und dann ebenfalls positiv getestet wird“, wird Amtsarzt Dr. Henning Preisler zur aktuellen Lage zitiert. In den Kindertagesstätten und Schulen im Landkreis wurden keine weiteren Fälle registriert.

Die Belastung im Gesundheitsamt in Bezug auf die Kontaktpersonen-Nachverfolgung sei unverändert hoch. Damit alle notwendigen Maßnahmen gewährleistet werden können, werde das Team von der Bundeswehr, von Mitarbeitern aus anderen Bereichen der Verwaltung und von Kollegen aus der Landesbehörde unterstützt. Die Beratungsleistung zu organisatorischen Fragen, wie beispielsweise Nachbarschaftshilfen für Mitbürger, die unter Quarantäne stehen, solle intensiviert werden, so hieß es.