Burg l Was für große Augen würden die „Kinderparadies“-Steppken wohl machen, wenn sie ihre Einrichtung jetzt sehen? Außer einer Bauhülle ist nach den Abriss- und Entkernungsarbeiten nämlich nichts geblieben. Handwerker haben die alten Trennwände entfernt, den Fußbodenaufbau und die Geschossdecke abgerissen, Fenster und Türen demontiert sowie den schadhaften Innen- und Außenputz abgeklopft. Auch die alte Kellerdecke musste aus statischen Gründen angepasst werden. Die Liste der bisherigen Arbeiten ist lang. „Sogar die Fenster und Türöffnungen sind mittlerweile verändert“, erläutert die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, Margit Dohm. Die Firmen haben bereits ganze Arbeit geleistet – und noch einen ebenso großen Berg vor sich. Immerhin fließen bis Juli 2021 rund 1,6 Millionen Euro in das Gebäude, davon 641 000 Fördermittel.

Und mittlerweile geht es bereits an den schrittweisen Neuaufbau. Erst vor wenigen Tagen wurde ein hochwertiger Dachstuhl aufgesetzt, im November werden dann die Fenster und Hauseingangstüren eingefügt – eine Voraussetzung, damit die Innenaus- und Trockenbauarbeiten auf einer Nutzfläche von knapp 400 Quadratmetern starten können. So entstehen drei jeweils 45 Quadratmeter große Gruppenräume, zwei Sanitärräume, die jeweils 22 Quadratmeter groß sind und wovon ein Raum behindertengerecht mit Dusche hergerichtet wird. Daneben sind ein Bewegungs- und Schlafraum, ein Forscherraum, Spielflur, eine Ausgabeküche, ein Umkleideraum für Küchenmitarbeiter, ein Büro für die Leiterin, Aufenthalts- und Umkleideräume für die Beschäftigten, zwei WC-Bereiche (eines davon behindertengerecht) und Abstellflächen vorgesehen. Durch farbliche Gestaltung sollen sich auch seheingeschränkte Kinder und deren Eltern künftig besser orientieren können. „Und insgesamt haben Kinder und Erzieher dann deutlich mehr Platz“, sagt Sonnhild Noack, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung/Bauen. „Außerdem verfügen alle Aufenthaltsräume über direkte Ausgänge ins Freie. Und die Gebäudekonzeption sieht vor, dass die Gruppen- sowie Bewegungs- und Schlafräume in südliche Richtung zum Spielplatz hin angeordnet werden.“ So haben die Kleinen vormittags immer die Sonne im Blick und kurze Wege vom grünen Spielplatz zur Kita.

Fassadendämmung und Gasheizung im Keller

Da es sich um eine energetische Sanierung handelt, sind auch Fassadendämmung und Sonnenschutzanlagen so selbstverständlich wie Luft-Wärmepumpe im Außenbereich und Gasheizung im Keller.

Bilder

Das eingeschossige und teilunterkellerte Gebäude wurde in den Jahren 1955 bis 1957 als Kindertagesstätte mit Kulturraum errichtet. Auch der Kreis-Kinder- und Jugendring (KKJR) beherbergte dort einen Jugendklub, zog vor einigen Jahren dann wegen der beabsichtigten Sanierung auf den Fläming-Sportplatz um.