Burg l Kaum sind die Borkenkäfer-Schäden von 2019 beseitigt, steht die nächste Welle in diesem Sommer bevor. Im Burger Stadtwald ist jetzt eine etwa zwei Hektar große Fichten-Douglasienfläche befallen, so Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). 50 bis 70 Festmeter müssen so schnell wie möglich eingeschlagen werden, damit sich der gefräßige Schädling nicht noch weiter ausbreitet. „Wir hoffen, noch im Juli mit den Arbeiten beginnen zu können“, sagt der zuständige Experte in der Stadtverwaltung, Wieland Günther. Dem Fachmann bereitet die Situation große Sorgen, weil auch auf dem städtischen Friedhof erste Fichten befallen sind. „Und das, obwohl wir im vergangenen Jahr bereits 200 Bäume fällen mussten.“

Der milde Winter und die besonders heißen Tage leisten dem Borkenkäfer wieder Vorschub, so dass er sich rasant vermehren kann. Auch die bisherigen Regenfälle hätten laut Wieland nicht ausgereicht, um das Wasserdefizit im Bo- den ausgleichen, damit die Bäume vitaler werden. „In der Folge bricht der Wasserhaushalt zusammen. Und das begünstigt natürlich den Einfall von Schädlingen“, so Wieland Günther. „Wenn die Bäume nicht genügend Wasser aufnehmen, können sie kein Harz bilden, das die Schädlinge abwehrt.“

2019 mussten im rund 960 Hektar großen Stadtwald mehr als 2000 Festmeter vom Borkenkäfer und Diplodia-Pilz geschädigtes Holz eingeschlagen werden.

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