Burg l Burgs Parkanlagen haben sich mit der Landesgartenschau (Laga) grundlegend verändert und sollen zum Flanieren einladen. Nur an Wochenenden ist das Erscheinungsbild an vielen Stellen wenig ansprechend. Herumliegender Müll, Glassplitter und Papier häufen sich. Auf diesen Zustand machte bereits vor wenigen Tagen Holger Brecht aus der Kreisstadt am Volksstimme-Lesertelefon aufmerksam. Er bezog sich auf den Goethepark und forderte „mehr Kontrollen in der Dämmerung“. Und leider werde auch oftmals Müll hingeschmissen, „obwohl es ausreichend Behältnisse gibt“.

Ein erschreckendes Bild

Auch SPD-Stadträtin Birgit Meinecke sieht in dem Unrat „ein großes Problem. Vor allem an Wochenenden, wenn viele Familien oder auch Besucher von außerhalb durch die Anlagen gehen, erleben sie ein erschreckendes Bild“, sagte sie auf der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Vergabeausschusses. „Das kann so nicht bleiben.“ Hauptsächlich Papier und Flaschen würden achtlos weggeworfen. Zudem seien die Papier- beziehungsweise Müllkörbe übervoll.

Hundeverbot "absurd"

Eine Erfahrung, die auch Peter Letzner gemacht hat. Der Burger geht regelmäßig im Flickschupark spazieren – mit dem Familienhund und „entsprechenden Tüten“, wie er der Volksstimme auf Nachfrage gern zeigt. Er bestätigt den Eindruck von Meinecke. „Manche Stellen sehen an Wochenenden regelrecht verdreckt aus. So kann man nicht für die Parks werben.“ Verantwortlich dafür seien neben der Verwaltung auch der Stadtrat. „Wenn man die aktuelle Diskussion verfolgt, muss man den Eindruck haben, dass man sich viel zu spät mit einer vernünftigen Nachnutzung und Pflege der Anlagen beschäftigt.“ Auch das immer wieder geforderte Verbot von Hunden hält der Burger für absurd. Der größte Teil der Hundehalter zahle Steuern und halte sich an die Regeln. Laut Letzner müsste es auch außerhalb des Flickschuparkes in Richtung Kolkwiesen und Ihletal sowie im Stadtkern Hundetoiletten geben.

Bilder

Papierkörbe immer voll

Auch Ausschusschef Uwe Hornung sieht Klärungsbedarf. Das Problem sei „genereller Natur. Die Papierkörbe sind hauptsächlich in den Sommermonaten immer voll. Auch in der Stadt. Viele nutzen diese öffentlichen Behältnisse, um sich ihres privaten Mülls zu entledigen“, kritisierte er. Ist das ein besonderes Phänomen? Nicht wenige Volksstimme-Leser begründen diesen Umstand mit dem neuen Müll-Ident-System. Um die häuslichen Abfuhren zu minimieren, lande schnell mal eine Mülltüte in einem öffentlichen Müllkorb.

Hinweise werden aufgenommen

Ob und in welcher Weise zumindest für die Burger Parkanlagen Abhilfe schaffen kann, ist noch unklar. Wie Sachgebietsleiterin Andrea Gottschalk auf der Ausschusssitzung mitteilte, seien auch mit der neuen Ausschreibung keine Entleerungen und Säuberungen an Wochenenden vorgesehen, sondern jeweils montags, mittwochs und freitags. Sie versprach, „die Hinweise aufzunehmen“.

Birgit Meinecke bat darum, die Vergabe so zu steuern, dass wenigstens einmal am Wochenende eine Reinigung erfolge. „Sonst schaden wir uns ja selber.“