Gommern l „Ich habe Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst dargestellt, die spätere Zarin Katharina die Große“, sagt Emily. „Es hat viel Spaß gemacht, in die alten Kostüme zu schlüpfen und über das Leben historischer Personen zu erfahren“, sagt die 13-Jährige weiter.

Seit Jahren steht die letzte Woche vor Weihnachten in der Sekundarschule Fritz Heicke im Zeichen von Projekten. So auch wieder in diesem Jahr. Die 5. und 6. Klassen beschäftigten sich zu allem rund um Weihnachten und Winter. Plastisches Gestalten stand bei den Schülern der 7. Klassen auf dem Projektplan - Töpfern, Specksteingestalten, Holzarbeiten. Die Schüler der 9. Klassen beschäftigten sich mit Australien - bauten dabei unter anderem mit Viertklässlern der Grundschule Regenmacher.

In der 8. Klasse, in die auch Emily geht, drehte sich alles um Russland. Bei einer Fahrt nach Zerbst ging es hauptsächlich darum, Geschichte hautnah zu erleben. „Wir sind alle in Kostüme geschlüpft und haben die Persönlichkeiten vorgestellt. Das war lustig“, freut sie sich. „Leider war das Schloss geschlossen. Da wäre ich gern rein gegangen“, bedauert Emily.

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Sitten und Bräuche kennengelernt

In der „russischen Woche“ erfuhren die Schüler zudem Wissenswertes über Sitten und Bräuche des Landes - unter anderen, wie dort Weihnachten begangen wird.

Original russisches Essen

Um aber noch tiefer in das Thema einzusteigen, stand auch russisches Essen auf dem Programm. Gemeinsam mit Hauswirtschaftslehrerin Rosemarie Teubner bereiteten die Schüler russische Eierkuchen zu: Blinis. Das war gar nicht schwer. Etwas Mehl, Hefe, Wasser und Eier - alles gut umgerührt und ab in die Pfanne. Blinis werden ohne Zucker oder andere Süßungsmittel zubereitet, was auch Max auffiel. „Die schmecken nach gar nichts“, lacht er. „Aber wenn man etwas Zucker oder Marmelade drauf macht, sind sie wirklich lecker.“ Und die haben bestimmt auch schon Katharina II. geschmeckt.