Burg l Richtig rangeklotzt haben die Arbeiter in der Grundschule-Süd. Fast alle der knapp 400 Fenster – dreifach verglast – sind ausgetauscht, ein Großteil der 17 modernen Lüftungsgeräte mit digitaler Steuerung wurde in den Klassenräumen montiert. „Funktioniert einwandfrei“, bestätigt Hausmeister Lars Timmermann. „Auch die Digitalisierung hält Einzug“, kündigt Ulf Petermann, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement und Liegenschaften der Stadtverwaltung, an. Im Eingangsbereich steht jetzt ein Serverraum. Und alle notwendigen Datenleitungen wurden im Gebäude verlegt. Auch Planer Marc Randel ist zufrieden. In den vergangenen Wochen sei mehr geschaffen worden als ursprünglich geplant. „Wir liegen gut in der Zeit. Und durch die Arbeiten, die sich vorwiegend auf die Ferienzeit konzentrierten, wurde der Unterricht so wenig wie möglich beeinträchtigt. Das ist immer unsere Prämisse.“

Weil bislang ein ordentliches Tempo vorgelegt wurde, müssen jetzt auch die Finanzen per Stadtratsbeschluss am morgigen Donnerstag neu geordnet werden. Soll heißen: Die Stadt muss rund 913.000 Euro aufbringen, die für die Schule erst 2021 eingeplant waren. Das Geld soll nun dem Topf für die Sanierung der Schwimmhalle entnommen werden, weil auf Grund des späteren Baubeginns (Entkernung im Oktober) in diesem Jahr weitaus weniger Mittel veranschlagt sind. „Die Firmen haben eine gute Arbeit geleistet. Und wir sind so in der Lage, auch alle Rechnungen zu bezahlen“, begründete Kämmerer Ringo Schieck auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Im kommenden Jahr wird das Geld wieder dem Schwimmhallen-Posten zugebucht.

Aufzug wird eingebaut

Währenddessen werden sich im Schulgebäude noch viele Handwerker tummeln. So stehen beispielsweise noch umfangreiche Fassadensanierungen und -dämmungen auf dem Plan. Allein beim Wärmeverbundsystem müssen ganze 1340 Quadratmeter verbaut werden. Darüber hinaus wird der Kellerbereich auf einer Fläche von 900 Quadratmetern gedämmt. „Daneben wird noch Geld aus einem weiteren Fördermittelprogramm für den Einbau eines Aufzuges investiert“, sagt Petermann. Dies sei ein wichtiger Beitrag für die Barrierefreiheit. Die gesamten Arbeiten werden sich bis Mai kommenden Jahres erstrecken. „Wir stimmen uns dazu regelmäßig mit der Schulleitung ab.“

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In der Grundschule Burg-Süd werden derzeitig 161 Kinder von neun Lehrern und einer Schulsozialarbeiterin betreut. Im Gebäude befindet sich ebenfalls ein Kindergarten mit mehr als 100 Jungen und Mädchen, über den die Hortbetreuung vor und nach dem Unterricht für die Schüler abgesichert ist. Daneben werden noch 30 Kindergartenkinder betreut.

2,2 Millionen Euro Investition

Die Stadt kann die Grundschule mit Hilfe des Förderprogramms Stark III und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) auf den technisch neuesten Stand bringen. Dabei werden insgesamt 2,2 Millionen Euro in das Objekt investiert, wobei die Stadt 1,25 Millionen Euro für die energetische und knapp 288.000 Euro die allgemeine Sanierung erhält. Die restlichen 662.000 Euro müssen als Eigenmittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Erneuerung der Schule Süd ist laut Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) eine gute Ergänzung zu dem Bau der neuen DRK-Kita auf der gegenüberliegenden Straßenseite und werte das Wohngebiet insgesamt deutlich auf. Dazu trage darüber hinaus die Sanierung der Sporthalle bei.