Burg l Draußen ist das Gebäude eingerüstet, von drinnen sind die Handwerker nicht zu überhören. Gebaut wird in allen Etagen des Gebäudes. Schließlich muss der Plattenbau aus den 70er Jahren vollständig entkernt werden, bevor es an den Zuschnitt für die neuen, insgesamt 28 Wohnungen geht, die künftig zwischen 34 und 42 Quadratmeter groß sein werden. „Wir liegen, unter anderem wegen zahlreicher Genehmigungen und Neuplanungen etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan, sind aber jetzt gut im Fluss“, sagt DRK-Vorstand Frank-Michael Ruth. Bereits im Frühjahr kommenden Jahres soll das Haus fertiggestellt werden. Die künftigen Bewohner können sich dann auf moderne, barrierefreie Apartments freuen, die auch mit dem Fahrstuhl erreichbar sind, über einen Balkon und Notruf verfügen. Zwei der Wohnungen sollen auch behindertengerecht hergerichtet sein.

Mit dieser Vier-Millionen-Euro-Investition am Rande der Stadt will der DRK-Kreisverband der wachsenden Nachfrage nach altersgerechtem und betreutem Wohnen gerecht werden. Der Vorteil dabei: Gleich neben dem Wohngebäude, wo sich derzeit noch die ehemalige Boxsporthalle befindet, entsteht eine Tagespflege, in der sich die Bewohner aufhalten und auch ihr Essen einnehmen können. „Diese Kombination kommt den älteren Menschen entgegen. Sie sollen einen Großteil des Tages auch in der Gemeinschaft verbringen und nicht vereinsamen“, sagt Ruth. Geselligkeit ist dann aber nicht nur in der Tagespflege möglich, sondern auch auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück, das nach und nach hergerichtet wird und viele Aufenthaltsmöglichkeiten und Spazierwege bieten soll. „Die Lage etwas entfernt von der Chaussee ist dafür optimal“, so Ruth. Und wer in die Innenstadt möchte, könne die direkte Busanbindung nutzen.

Wasserwacht bekommt neues Heim

Weil relativ viel Platz zur Verfügung steht, will das DRK gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Neben dem Seniorenheim wird die Anlage mit genutzt, um der Wasserwacht eine neue Heimstätte zu geben. Denn die ist bisher an drei Standorten verteilt, was für Ausbildung und Einsätze nicht optimal sei. „Wir müssen in die Zukunft schauen und auch für die ehrenamtlichen Mitglieder bessere Bedingungen schaffen. Da hat sich der Komplex hier förmlich angeboten“, begründet Ruth. Zustimmung findet er beim Wasserwacht-Vorsitzenden Andreas Thiele und seinem Stellvertreter Mario Kuhtz. „Eine absolut richtige Entscheidung. Wir freuen uns, künftig zentral an einem Ort vertreten zu sein“, sagt Thiele. „Das erleichtert vieles.“ Vorgesehen ist, über der künftigen Tagespflege eine Etage für die Wasserwacht zu setzen – mit großem Schulungsraum, separaten Umkleide- und Sanitärbereichen und Büros. Und auf dem Areal werden ausreichend Abstellmöglichkeiten für die umfangreiche Technik geschaffen. Immerhin verfügt der Verein über ein Schlauchboot, Rettungsboot und Jet-Ski. Auch Ausbildungstechnik des Landesverbandes wird mit genutzt, darunter ein Lkw, Hochwasseranhänger, Rettungsbrett oder ein Kajak. „Deshalb werden wir eine extra Fahrzeughalle errichten“, kündigt Ruth an. „Wir haben dann für die nächsten 40 Jahre ausreichend Platz.“

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Und für die Senioren bedeutet Leben auf dem Gelände auch immer etwas Abwechslung. „Das kann ein gutes Miteinander werden“, sind sich Thiele und Kuhtz sicher. „Warum soll es nicht mal gemeinsame Grill-abende geben ..?“