Steutz l Artenreiche Refugien finden sich in Steutz nicht nur in den nahegelegenen Naturschutzgebieten der Elbaue. Auch innerhalb des Dorfgebietes zieren naturbelassene Nischen und bunte Blumen als Nahrungsgrundlage für Insekten die Gärten und Vorgärten der Ortschaft. Weitere Beispiele für aktiven Naturschutz in diesem Jahr waren die Baumpflanzungen des Imkervereins Zerbst und Umgebung. Weitere Projekte waren die Anlage von Wildkräuterwiesen durch die örtliche Kita und die Grundschule, gefördert durch das Umweltministerium in Magdeburg.

Insektenhotel wird gebaut

In einer jüngsten Aktion wurden durch Kinder aus Steutz und Steckby, unterstützt durch die Baumschule Wichmann aus Steckby, zwei neue Winterlinden am Eingang des Steutzer Sportplatzes gepflanzt. Da griffen die Steppkes zur Schaufel, um die Wurzeln der Bäume mit Erde zu bedecken. Die Idee, die Bäume zu pflanzen, wurde im Juni beim Kindergeburtstag von Justus Papenroth im Umweltzentrum Ronney geboren.

Alle Gäste beteiligten sich statt mitgebrachter Geschenke oder Gutscheine an der geplanten Pflanzaktion. Winterlinden gelten als wichtige Nahrungsquelle für nektarsammelnde Insekten. Ein gedeihender Baum und das Summen von Bienen und Hummeln in den kommenden Jahren dürfte nachhaltiger als jedes zusätzliche Spielzeug aus Fernost sein. Auch die Erinnerung an das gemeinsame Baumpflanzen, das mit selbstgemachtem Kuchen und Apfelsaft endete, wird allen Beteiligten prägend in Erinnerung bleiben.

Als nächstes Projekt ist der Bau eines Insektenhotels in der Steutzer Kita geplant. Natürlich ist jeder Bürger eingeladen, sich an der Erhaltung unserer Lebensräume und der Artenvielfalt zu beteiligen. In Gärten, die bis in den letzten Winkel akkurat und reinlich gepflegt sind, finden Insekten wenig Unterschlupf und Nahrung. Hier kann jeder durch weniger tun, viel erreichen, indem beispielsweise Brennnesselecken, Wildkräuter und Wildblumen erhalten werden oder Nist- und Bruthilfen für Insekten bereitgestellt werden.