Lostau l Die Tempo-30-Anordnungen vom Landkreis flatterten der Gemeindeverwaltung Möser Ende Februar und Anfang März auf den Tisch. Es handelt sich zum einen um eine streckenbezogene Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde im Nahbereich der Lungenklinik Lostau, auf der Lindenstraße, in Höhe des Heizhauses der Klinik. Die Tempo-30-Zone soll hier dauerhaft eingerichtet werden. Das sagte Claudia Hopf-Koßmann, Pressesprecherin des Landkreises Jerichower Land.

Zum anderen werde im Nahbereich des Senioren-Wohnparks „Zur Heide“ die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert. Auch diese geschwindigkeitsreduzierte Zone soll von Dauer sein, kündigte Hopf-Koßmann an. Sie soll nach Angaben von Lostaus Ortsbürgermeister Thomas Voigt auf Höhe der Apotheke beginnen und bis zur Einfahrt zur Möserstraße reichen.

Tempo-30-Zone an Lindestraße

Weiterhin wird im Bereich der Bushaltestelle an der Lindenstraße die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Diese Reduzierung auf Höhe des Netto-Marktes wird nach Angaben der Pressesprecherin des Landkreises montags bis freitags, in der Zeit von 6 bis 8 Uhr, gelten. Die Anordnung „wegen einer Gefahrenlage“ erfolgt zur Sicherung des Schülerverkehrs in diesem Bereich, erklärte Hopf-Koßmann. Die Tempo-30-Zone gibt es hier allerdings nur befristet bis Ende Juli 2021.

Aus Sicht von Thomas Voigt sind die Anordnungen des Landkreises das Ergebnis der Bürgerversammlung zur verschärften Verkehrssituation, die Anfang Dezember 2019 mit dem Landesverkehrsministerium in Lostau stattgefunden hatte. Die Anwohner der Landesstraße 52 hatten hier ihren Sorgen aufgrund der Vervielfachung insbesondere des Lkw-Verkehrs sehr deutlich Ausdruck verliehen. Der Vize-Landrat des Jerichower Landes, Thomas Barz, hatte den Lostauern damals die Prüfung ihrer Anliegen versprochen. Dazu gehörte auch die Frage nach der Einrichtung von Tempo-30-Zonen.

Belastung durch Umleitungsverkehr

Lostau wird auch ab diesem Frühjahr wieder stärker belastet sein, denn auf der Autobahn 2 wird an mehreren Stellen weiter gebaut. Und immer dann, wenn es hier zum Unfall und zum Stau kommt, schlängelt sich der Umleitungsverkehr durch die kleine Ortschaft und durch Straßen, die dafür gar nicht ausgelegt sind.