Leitzkau l Zwei Jahre Vorbereitungen, ganz viel Geduld und vor allem jede Menge Spaß stecken in der Ausstellung „Ausschnitte in schwarz/weiß“, die der Genthiner René Uhde am Sonnabend auf Schloss Hobeck in Leitzkau eröffnen wird.

Die Motive der Ausschnitte stammen allesamt aus der Genthiner Region, weshalb die Aufnahmen des Leitzkauer Schlosses, das sich für Schwarz-Weiß-Fotografien geradezu anbietet, „nur“ als Negative zu sehen sind. Aber die Negative zu betrachten, ist allein schon ein spannendes Unterfangen.

Mitdenken und Handarbeit

Vor zwei Jahren bekam René Uhde eine Kamera Baujahr 1956 geschenkt. Während heute jeder sein Smartphone aus der Hosentasche ziehen und mit ein-, zweimal Wischen ganz annehmbare Fotos produzieren kann, verlangt die Rolleicord noch Handarbeit und Mitdenken des Fotografen. „Man muss alles selbst einstellen“, sagte René Uhde beim Vorbereiten der Ausstellung in der Galerie des Schlosses Hobeck. Die Besucher der Vernissage können sich davon selbst überzeugen, zur Ausstellungseröffnung am Sonnabend bringt er die Kamera mit.

Nicht jedes Motiv klappte auf Anhieb. Dann zog René Uhde wieder und wieder los, bis das Ergebnis stimmte. Manchmal waren seine Einstellungen der Kamera nicht ganz korrekt, manchmal brauchte er mit einer bestimmten Tageszeit einen bestimmten Lichteinfall, um das schwarz/weiß seines Motivs richtig herauszuarbeiten. „Schwarz/weiß sind meine Farben.“

Unterstützung erhielt er dabei von Christian Greuel. Ob „Mentor“ das richtige Wort für den Grafiker ist, darüber diskutierten die Männer, während sie die Leinwände am Galeriesystem befestigten. Die modernen Leinwände stehen für die Kombination aus Alt und Neu, die den Reiz der Ausstellung ausmacht. Sie lassen sich leicht von A nach B transportieren. Außerdem bringt der Druck die Tiefe der Aufnahmen intensiv zur Geltung. Hinter Glas, wie sonst komplette Fotoausstellungen, befinden sich bei René Uhde nur die Negative.

Musikalische Untermalung

Die Auswahl für die Galerie in Leitzkau hat er nach Qualitätskriterien getroffen. Nur die besten Ausschnitte, größere und kleinere kombiniert, wählte er aus. Hohe künstlerische Ansprüche habe er beim Fotografieren nicht. „Bei der Musik habe ich ganz andere Ansprüche“, sagte er. Bislang kannten ihn die Besucher von Ausstellungseröffnungen vor allem als Musiker, der mit seiner Gitarre die Vernissage passend begleitet. Da ist es keine Frage, dass er zu seiner ersten eigenen Vernissage ein besonderes musikalisches Programm zusammengestellt hat. Vom Trauzimmer nebenan wird der Abend mit Piano und Geige untermalt.

Die Vernissage beginnt am Sonnabend, 15. Juni 2019, um 18 Uhr in der Galerie des Schlosses Hobeck.