Millionen-Investition

Zentraler Omnibus-Bahnhof in Burg eingeweiht

Wenige Wochen, bevor der letzte Bauarbeiter das Gelände verlässt, wurde der neu gestaltete Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Burg am Donnerstag offiziell eingeweiht. Die Nahverkehrsservice (Nasa) GmbH förderte das 2,9 Millionen teure Vorhaben mit 2,3 Millionen Euro.

Von Von Mario Kraus
Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) hob bei der Einweihung des neuen ZOB den seit Jahren anhaltenden Investitionskurs  von Burg hervor, der trotz der Landesgartenschau weiter auf hohem Niveau fortgeführt wird.
Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) hob bei der Einweihung des neuen ZOB den seit Jahren anhaltenden Investitionskurs von Burg hervor, der trotz der Landesgartenschau weiter auf hohem Niveau fortgeführt wird. Foto: Mario Kraus

Burg - Bis voraussichtlich 25. Juli muss Helmut Elenberger mit seinen Kollegen noch die Ersatzhaltestellen der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land (NJL) in der Friedenstraße ansteuern, am Donnerstag konnte er aber ein, zwei Proberunden auf dem neuen ZOB drehen. „Hier fährt man gerne her“, sagte der erfahrene Busfahrer. Worte, die Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) gerne hörte. Immerhin kann das Gesamtprojekt des erneuerten ZOB mit zusätzlichem Parkplatz am Westring nach mehr als einem Jahr Bauzeit fast abgeschlossen werden. Rund 2,9 Millionen Euro wurden dafür investiert, 2,3 Millionen Euro steuerte die Nasa GmbH in Form von Fördermitteln bei. „Ein gutes Geschäft für die Stadt Burg“, bescheinigte Webel, der vor allem den andauernden Investitionskurs der Stadt lobte. In diesem Zusammenhang sei der ZOB mit seinem farbigen Glasdach ein echter Hingucker. „Burg kann stolz sein auf die neue Anlage. Sie ist städtebaulich ein Gewinn und bietet Fahrgästen einen bequemen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr.“

Direkter Zugang zum Bahnhof

Dabei fällt die Dachkonstruktion schon von weitem ins Auge. Anstelle einzelner Wartehäuschen gibt es nun eine bunte Glasfläche, die alle fünf Bussteige überspannt. Zum Komplex gehören Fahrradabstellplätze, Kurzzeit- und Behindertenparkplätze sowie eine Elektro-Ladesäule. Sehr praktisch ist der neue, direkte Zugang zu den Zügen am Bahnsteig 1 des unmittelbar benachbarten Bahnhofs. „Das gesamte Umfeld wurde als moderne und barrierefreie Verkehrsschnittstelle hergerichtet“, betonte der amtierende Bürgermeister Jens Vogler. Auch der designierte Stadtchef Philipp Sievert (parteilos) umriss eines seiner künftigen Ziele, wonach ein attraktiver und aufeinander abgestimmter öffentlicher Personennahverkehr den Bedürfnissen der Menschen entgegenkomme. „Dafür hat Burg mit dem ZOB die richtigen Weichen gestellt.“

1900 Ein- und Aussteiger täglich

Auf dem ZOB treffen sich neun Regionalbuslinien und eine Stadtverkehrslinie. Der Bahnhof zählt normalerweise rund 1900 Ein- und Aussteiger täglich. Derzeit fahren allerdings Busse im Schienenersatzverkehr zum Hauptbahnhof Magdeburg, bis die Sanierung der Elbbrücke abgeschlossen ist, teilte Nasa-Pressesprecher Wolfgang Ball mit.

Zusätzliche Parkplätze und Elektroladesäulen

Mit den Arbeiten für den ZOB wurde im April 2020 begonnen. Das erste Vorhaben beinhaltete den Bau eines Parkplatzes mit 60 Pkw-Einstellflächen, wobei einer als Behindertenstellplatz ausgewiesen ist. „Auch die nachträgliche Ausrüstung einzelner Stellflächen mit Elektroladesäulen ist möglich“, erinnerte die städtische Sachgebietsleiterin Iris Liebthal. Daneben wurden zwei Parkflächen für Motorräder und Busse geschaffen und die Kurve in der Bahnhofstraße „entschärft“. Als zweites Teilprojekt startete der Bau des ZOB Mitte August 2020. Auf dem Areal entstanden unter anderem 15 Parkflächen mit zwei Elektroladesäulen. Dort gibt es Abstellmöglichkeiten für insgesamt 64 Fahrräder.

Helmut Elenberger ist seit mehr als 30 Busfahrer. Der neue Omnibusplatz ist schon ein Gewinn für die Stadt, sagt der Burger.
Helmut Elenberger ist seit mehr als 30 Busfahrer. Der neue Omnibusplatz ist schon ein Gewinn für die Stadt, sagt der Burger.
Foto: Mario Kraus