Eine Schule, in der Kinder gerne lernen

Zweiter Bauabschnitt der Europaschule in Gommern ist fertig und Kosten bleiben im Rahmen

Abriss, Neubau und Sanierung: In den vergangenen vier Jahren lernten die Schüler an der Europaschule Gymnasium Gommern unter schwierigen Bedingungen. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entstanden seien Schulgebäude, die die Schüler gerne besuchten, sagte Schulleiterin Dagmar Riwaldt zur offiziellen Übergabe des zweiten und letzten Bauabschnittes.

Von Manuela Langner
Jens Hünerbein brachte einen Gutschein mit. Für Sportgeräte für den Schulhof werde das Geld verwendet, kündigte Dagmar Riwaldt an.
Jens Hünerbein brachte einen Gutschein mit. Für Sportgeräte für den Schulhof werde das Geld verwendet, kündigte Dagmar Riwaldt an. Foto: M. Langner

Gommern - Ein Bauvorhaben, das im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht: Die Sanierung der Europaschule Gymnasium Gommern (EGG) ist sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen geblieben. Rund 2,5 Millionen Euro investierte der Landkreis Jerichower Land in den zweiten Bauabschnitt. Zuvor waren schon etwa sechs Millionen Euro in den Neubau und die Neugestaltung der Außenanlagen geflossen. Der Pausenhof erhält demnächst noch Sonnenschirme, bis die neugepflanzten Bäume eines Tages genügend Schatten spenden. Und, daran zu erinnern vergaß Schulleiterin Dagmar Riwaldt nicht: Die Schüler wünschen sich noch weitere Tischtennistische auf dem Schulhof. Das Konzept der Bewegten Schule kommt bei den Kindern an.

Neubau und Sanierung während des laufenden Schulbetriebs habe Schülern und Lehrern, aber auch den Baufirmen einiges abverlangt, sagte Landrat Steffen Burchhardt (SPD). Er freute sich, dass die Schule nach den Vorstellungen der Lehrer und Schüler gestaltet werden konnte. Es sei gut gelungen, die verschiedenen Gewerke zu koordinieren. Das habe auch, fügte Kreisvorstand Stefan Dreßler hinzu, an der guten Zusammenarbeit mit Schulleiterin Dagmar Riwaldt gelegen.

140 Schüler wegen Pfingstbeschulung anwesend

„Ich bin dankbar, dass der Landkreis aus den umgenutzten Bürogebäuden eine moderne Schule gebaut hat“, sagte die Schulleiterin. Während des Rundganges stellte sie die neuen Räumlichkeiten, das Farbkonzept und Lieblingsplätze der Schüler vor. Trotz der Pfingstferien war die Schule nicht ganz leer. 140 Schüler nehmen an der Pfingstbeschulung teil, die ehemalige Schüler und Nachhilfelehrer in den Fächern Englisch und Mathematik anbieten.

Der neue Physikraum überzeugt durch seine Medienzuführung an der Decke. Werden die Anschlüsse nicht gebraucht, sind die Schwenkarme nach oben geklappt. So kann der Raum auch für andere Fächer genutzt werden. Der Vorbereitungsraum ist so großzügig gestaltet, dass er seinen Namen tatsächlich verdient. Dagegen ist das Biologiekabinett unverändert, da es sich schon vor der Sanierung in einem guten Zustand befand. Jedoch sind zwei weitere Räume so ausgestattet, dass dort ebenfalls Biologie-Unterricht möglich ist.

Schüler kommen aus diversen Orten

Da aufgrund der Pandemie noch nicht gesungen werden durfte, konnte die Akustik des neuen Musikraumes noch nicht überprüft werden, aber mit den entsprechenden Decken und Fußbodenbelägen wurden die Voraussetzungen geschaffen.

Die „hellen und freundlichen Räume“ gefielen Steffen Burchhardt sehr gut. Farbe brächten die Schüler von alleine hinein, erklärte Dagmar Riwaldt. Sie zeigte sich dankbar, dass das Architekturbüro die Philosophie der Schule erfasste und beispielsweise viele Orte der Begegnung gestaltete. Die Schüler kämen aus diversen Orten, da wollten sie sich gerne vor oder nach dem Unterricht treffen oder eine Gelegenheit haben, die Freistunde zu verbringen. „Es geht nicht nur darum, einen funktionalen Bau zu haben, sondern einen, in dem sich Schüler und Lehrer wohlfühlen und gerne herkommen.“

700.000 Euro in Grundschule in vergangenen Jahren investiert

Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos) verwies mit Stolz auf den komplett sanierten Schulstandort Gommern. Der Landkreis modernisierte Sekundarschule und Gymnasium grundlegend, die Stadt investierte in ihre Grundschule in den vergangenen Jahren rund 700.000 Euro. Das Schulzentrum mit Sportplatz und Sporthallen sei für die Stadt ein sehr wichtiger Standortvorteil, sagte Jens Hünerbein. Für den Anschluss des Schulzentrums an das Glasfasernetz seien inzwischen die ersten Gespräche gelaufen, die Trassen seien abgestimmt und die Stadt habe die Genehmigungen, für die sie zuständig sei, erteilt.

Im neuen Schuljahr wird sich die Schülerzahl von jetzt 550 auf voraussichtlich rund 600 erhöhen. Noch reichten die Räumlichkeiten für die steigenden Schülerzahlen aus, signalisierte die Schulleiterin.