Stendal l Der erste große Ansturm auf Supermärkte ist zum Wochenende erfolgt. Ziel Tausender Bürger war vor allem der größte Markt für Waren des täglichen Bedarfs der Stadt Stendal - das Edeka-Center im Altmarkpark. Dort waren bereits am Freitag zum Abend zig Regale teils leergefegt. Hamsterkäufe erfolgten bei zahlreichen Produkten wie Toilettenpapier (das schon seit Wochen), bei Konserven jeglicher Art, Aufbackwaren, Kaffee, Mehl und Nudeln. Verzweifelt suchte eine junge Mutter nach Milchreis. „Auch der ist bereits vergriffen“, stellte sie fest.

Kitas und Schulen geschlossen

Sie wollte, anders als sonst, einige Dinge für eine schnelle Essenszubereitung auf Vorrat kaufen, denn ab Montag müsse sie ihr kleines Kind zuhause betreuen. Die vor wenigen Stunden an diesem Tag landesweit verfügte Anordnung, die Kindertagesstätten bis Ostern zu schließen, habe sie „kalt erwischt“. So wie sie waren zum Wochenende viele Eltern im Alarmzustand, denn auch die Schulen stellen ihren Betrieb ein. „Die Mittagsversorgung unter der Woche in häuslicher Umgebung verlangt halt eine andere Logistik als sonst“, sagte ein dreifacher Familienvater.

Andererseits gab es unter den Befragten auch die Argumente, sich mit mehr Lebensmitteln einzudecken, um unnötige Wege – soziale Kontakte – zu vermeiden. Dass die Einkaufsmärkte bald schließen oder lebensnotwendige Waren nicht mehr erhältlich sind, „davor habe wir keine Angst“, sagte ein Rentnerehepaar und fügt hinzu: „Die Verkäuferinnen sind nicht zu beneiden.“

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Warenlieferung wie gehabt

In der Tat, ob in einem großen oder kleinen Supermarkt – überall füllten Mitarbeiter emsig die Regale nach, vorausgesetzt, die Waren waren an diesem Wochenende im Lager noch vorrätig oder die Lieferungen erreichten pünktlich das Geschäft. Kein Grund zur Panik, hieß es überall, Montag komme neue Ware.

Zu möglichen Engpässen bei Lieferungen gab es am Wochenende von den großen Unternehmen keine Auskunft.