Kalbe (apu) l Während der Informationsveranstaltung zum Thema Bohrschlammdeponie Brüchau in den Kalbenser Ratsstuben überreichte der Bürgermeister der Stadt Kalbe, Karsten Ruth, ein Positionspapier an den Präsidenten des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LAGB) Sachsen-Anhalt, Kurt Schnieber. Das Schreiben, das unter anderem von Karsten Ruth, Kalbes Stadtratsvorsitzendem Gerhard Gansewig und dem Bürgermeister von Kakerbeck, Ulf Kamith, unterzeichnet ist, bezieht sich auf das Konzept zur beabsichtigten Schließung und Sicherung der Bohrschlammdeponie Brüchau.

Öffentlichkeit einzubeziehen

Nach den beiden Anfragen der Landtagsabgeordneten Dorothea Frederking (Grüne) an die Landesregierung und den Antworten des LABG, heißt es in dem Papier, seien deutliche Unklarheiten bezüglich der Konstellationen, der Mengen und der somit gegebenen Gefährdungspotentiale der in die Deponie verbrachten Materialien zu Tage getreten. Ernsthafte Bedenken gegenüber dem aktuellen Stilllegungskonzept des LAGB seien anzuzeigen. Da offensichtlich keine seriöse Datengrundlage vorliege, wird die Bergbaubehörde aufgefordert, eine ordentliche und belastbare Datensammlung als Grundlage für die Schließung der Deponie zu erstellen. „Verbunden damit wird die Forderung nach einem begründeten Lösungsansatz, der zuverlässig, dauerhaft und kostenunabhängig jegliche Belastung für Mensch und Umwelt aus der Bohrschlammdeponie in Brüchau auch für künftige Generationen ausschließt“, heißt es weiter.

Zudem erwarten die Unterzeichner, dass unter Einbindung der Öffentlichkeit ein Prozess initiiert wird, „an dessen Ende unter Offenlegung und Beantwortung aller ungeklärten Aspekte eine nachvollziehbare und belastbare technische Variante präsentiert wird, die für die Zukunft die einschlägigen Sorgen der Einwohnerschaft des Ortsteils Brüchau und der Umgebung, die im Kontext mit der ehemaligen Deponie stehen, ausräumen.“