Lindstedt l Es wird noch einmal einen Gesprächstermin mit dem städtischen Bauamt, Ortsbürgermeister Siegfried Jordan und Manfred Krüger, Leiter der Landesstraßenbaubehörde, Niederlassung Nord, geben, „um einen zeitlichen Rahmen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt in Lindstedt zu geben“, teilte Jordan nach der Ortschaftsratssitzung am Donnerstag mit. Allerdings sieht es zurzeit nicht nach einem Ausbau vor 2019/2020 aus. In der Ratssitzung war Manfred Krüger zu Gast und hörte sich die Sorgen der Lindstedter an. „Vor Jahren wurde die L 28 von Jävenitz bis Bismark grundhaft in Stand gesetzt. Auch die Ortsdurchfahrten Jävenitz und Holzhausen sind ausgebaut worden, Lindstedt hatte nicht das Glück“, so Jordan.

Ausbau in zwei Abschnitten möglich

Seit 2007 versuchen die Lindstedter, die Behörden von einem Ausbau zu überzeugen. Jordan: „Die zuständigen Behörden sind zwar ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen, aber mehr auch nicht.“ Im Dezember hatte der Ortschaftsrat an Verkehrsminister Thomas Webel geschrieben, mit der Bitte um Unterstützung. Ein Versprechen von Webel gab es jedoch nicht, stattdessen stellte der Minister das Gespräch in Aussicht.

Dass er keine Zusage für einen Ausbau machen könne, begründete Manfred Krüger mit der finanziellen Ausstattung der Niederlassung Nord, teilte Jordan nach der Sitzung mit. Laut Krüger liege die Ortsdurchfahrt nicht im vordringlichen Plan. Von der Stadtverwaltung ist noch die Zuarbeit eines neuen Regenwasserbeseitigungskonzeptes nötig, berichtete Krüger den Ortschaftratsmitgliedern. Dann könnte in einigen Jahren ein Ausbau der L 28 in zwei Abschnitten erfolgen.

Schwerlasttransporte

„Im Ortschaftsrat war man sich einig, dass der Bereich des sogenannten Postbergs als erster ausgebaut werden sollte. Dieser Bereich ist durch die Schwerlasttransporte zur Windkraftanlage ganz besonders desolat“, so Jordan. Von diesen Schwerlasttransporten wusste Krüger laut eigener Aussage bisher nichts, teilte der Ortsbürgermeister mit.