Pflegedienst

30 Jahre Marienpflegedienst Mieste im Geist der Nächstenliebe

Der Marienpflegedienst Mieste besteht seit 30 Jahren. Anlässlich des Jubiläums entstand dieses Gruppenfoto mit allen Mitarbeiterinnen der Einrichtungen.
Der Marienpflegedienst Mieste besteht seit 30 Jahren. Anlässlich des Jubiläums entstand dieses Gruppenfoto mit allen Mitarbeiterinnen der Einrichtungen. Foto: Marienpflegedienst

Mieste - vs/ca

Am 1. August 1991 wurden der Marienpflegedienst und die Diakonische Sozialstation Mieste gegründet. Das ist mithin 30 Jahre her. Anlass genug, dieses Jubiläum in diesem Jahr zu feiern und zurück zu blicken. „Einer trage die Last des Anderen, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ – dieser Vers aus der Predigt zu Galater 6 sei seit der Gründung des Pflegedienstes das Leitmotiv der Mitarbeiter, betonte Barbara Quast, die seit dem 1. Januar dieses Jahres die Geschäftsführung inne hat. Menschen, die Hilfe oder Pflege bedürfen, stehe das Team mit einem umfangreichen Leistungsangebot zur Seite. Ziel der ambulanten Betreuung sei es, den betreuten Menschen zu ermöglichen, selbstständig und selbstbestimmt in ihrem gewohnten privaten Umfeld leben zu können, erläuterte die Geschäftsführerin.

Das Büro der Diakonie-Sozialstation befand sich vor 30 Jahren noch in Wernitz, in einem kommunalen Raum mit Ofenheizung, aber ohne Abfluss. Elisabeth Rehbein gehörte zu den Mitarbeitern, die den Aufbau des Pflegedienstes begleiteten, nachdem damals der Evangelische Kirchenkreis Gardelegen die Anstellung von zehn ABM-Mitarbeiterinnen für die Gemeindekrankenpflege beschlossen hatte. Im Januar 1993 konnte die heutige Anlaufstelle an der Riesebergstraße 4 in Mieste bezogen werden. Dafür waren ehemalige Stallgebäude auf dem Pfarrhof mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt ausgebaut worden, blickte Quast in die Geschichte zurück. Erste Pflegedienstleiterin wurde Irene Beneke aus Lüffingen.

120 Senioren werden aktuell betreut

„1995 änderte sich durch die Einführung der Pflegeversicherung der finanzielle Ramen für die Diakonische Sozialstation. Der wirtschaftliche Druck und die Konkurrenz wurden immer stärker“, so Quast. Trotzdem habe die Mitarbeiterschaft großen Wert darauf gelegt, dass die Arbeit weiter im Geist der Nächstenliebe ausgeführt wird.

Am 1. Januar 1998 gründeten der Kirchenkreis und das Johanniterhaus Gardelegen den Marienpflegedienst Vereinigte Diakonische Sozialstation gGmbH. Die Geschäftsführung übernahm zunächst ehrenamtlich Christoph Hackbeil, der zu jener Zeit Superintendent im Kirchenkreis war. Ende 1999 wurde er durch Io von Kalben abgelöst. Am 31. Juli 2006 übernahm das Diakonische Werk Altmark West die Trägerschaft des Marienpflegedienstes. Die Geschäftsführung übernahm Manfred Roth. Seine Nachfolge trat Anfang dieses Jahres dann Barbara Quast an.

Aktuell sind 19 Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Helferinnen im Einsatz. Dosierung von Medikamenten, Verbandswechsel, Körperpflege, Haushaltsführung und vieles mehr gehören zu den täglichen Aufgaben – auch an den Wochenenden und Feiertagen. Die Pflegedienstleitung hat seit dem 1. Januar 1997 Angelika Eickel inne. 120 Senioren werden aktuell betreut. Das Einzugsgebiet reicht von Mieste und den umliegenden Orten bis hin nach Gardelegen.