Ruhestand

Ab heute keine Zahlen mehr

21 Jahre hatte Ingrid Bösener als Kämmerin die Finanzen in Kalbe im Blick. Ein halbes Berufsleben lang. Heute beginnt für sie der Ruhestand.

Kalbe l Ihren Schreibtisch im Kalbenser Rathaus verlässt Ingrid Bösener mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wie sie im Volksstimme-Gespräch verrät. Zum einen hätte sie gern so manchen Jahresabschluss noch gemacht. Sie vertraut aber auf die Kollegen, die sich nun damit befassen werden. Erfreut ist sie darüber, dass im Rahmen der Einführung des Doppikhaushaltes die Eröffnungsbilanz erstellt werden konnte. „Das hat noch nicht jede Kommune geschafft.“ Ihre Nachfolge übernimmt Manuela Dietrich-Beckers und sowoahl als Leiterin der Kämmerei als auch als stellvertretende Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin. Zuletzt hatte Bösener nämlich auh diese Aufgabe inne.
Für Kalbe ist Ingrid Bösener seit Oktober 1999 tätig. Zuvor arbeitete sie in der freien Wirtschaft. Aber fangen wir vor an. Nach dem Sudium zum Diplomökonom in Leipzig kehrte dieGardelegenerin in die Altmark zurück. Das war 1980. Ihr wurde damals eine Planstelle als Sachbereichsleiterin bei der Konsumverwaltung Klötze zugewiesen. Im selben Jahr heiratete sie und lebt fortan in Winkelstedt. 1980 und 1982 werden ihre beiden Söhne geboren. Bösener wechselte ins Kombinat Fahrzeugbau in Kakerbeck, ist so dem Heimatort näher. Nach der Wende erfolgten in den Betrieben umstrukturieren. Die Winkelstedterin qualifizierte sich zum Bilanzbuchhalter und wechselte beruflich in ein Steuerbüro in Gardelegen.