Lindstedt l Die Fördermittelzusage liegt vor, das Geld aus dem Leader-Programm kann abgerufen werden. Was noch fehlt, ist der erforderliche Eigenanteil von etwa 5000 Euro. Und hierbei hofft der Förderverein Historische Region Lindstedt auf die Spendenbereitschaft von Menschen, denen der Erhalt des Lindstedter Gutshofareals am Herzen liegt.

Mehrere Projekte sind geplant, um die Restaurierung des historischen Gutshauses weiter fortsetzen zu können, teilte Vereinsvorsitzender Marcel Heins mit. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung der markanten Holztreppe, die ins Obergeschoss des Gutshauses führt. Die Treppe stammt aus der Bauzeit des Gutshauses aus dem Jahr 1704. Die Stufen seien ausgetreten, wurmstichig und porös. Restauriert werden soll in diesem Zusammenhang auch das Treppengeländer.

Ein weiteres Projekt sei die Reparatur und ein denkmalgerechter Anstrich einer Zwischenwand im Flur des Hauses. Der Terrazzofußboden im Eingangsbereich und im Treppenhaus des Gutshauses sei stark vergilbt und weise zahlreiche Verkrustungen, Fehlstellungen und Risse auf. Die sollen repariert werden.

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Anträge für Restaurierung des Torhauses

Danach ist ein Abschleifen und ein Versiegeln der gesamten Fläche vorgesehen. In die Jahre gekommen sei auch die Außentreppe, wovon zahlreiche Risse und schräg stehende Stufen zeugen würden. Regenwasser könne nicht mehr ordentlich abfließen. Die Seitenbereiche seien aufgrund verschwundener Stufen mit Feldsteinen und Zement gesichert worden, schilderte Heins den Zustand der Eingangstreppe. Alle Schäden sollen gründlich repariert, fehlende Stufen original getreu ergänzt sowie die vorhandenen Stufen gründlich gereinigt und aufgearbeitet werden. Die Zuwegung zum Gutshaus sei jetzt teilweise mit Beton befestigt. Das würde dem Originalzustand nicht entsprechen. Der Beton sei unansehnlich und störe die Attraktivität des Eingangsbereiches. Der Beton soll abgebrochen und der Bereich danach mit originalgetreuen, kleinen Feldsteinen befestigt werden.

Die gesamte Maßnahme müsse bis Ende Juni abgeschlossen sein. Der Verein hofft auf viele Menschen, die das Projekt Gutshaus unterstützen wollen. Für Spenden ab zehn Euro könne der Förderverein als gemeinnütziger Verein Spendenbescheinigungen ausstellen.

Ein weiteres Vorhaben sei die Restaurierung des schönen Torhauses gegenüber dem Gutshaus (Richtung Park). Dafür habe der Verein im vorigen Jahr Fördergeld beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten gestellt. Allerdings habe es dafür eine Ablehnung gegeben. „Aber nicht, weil das Vorhaben nicht förderfähig wäre“, betonte Heins. Vielmehr hätten die Haushaltsmittel von Bund und Land nicht gereicht für alle beantragten Projekte. Der Verein will nun das Torhaus – konkret geht es in einem ersten Bauabschnitt um den westlichen Teil des Hauses – erneut beantragen. Hauptschwerpunkt ist der Erhalt des Torhauses mit seinem ganz besonderen Charme, so Heins. In mehreren Ausbauschritten sollen dort dann unter anderem sanitäre Anlagen für das gesamte Gutsobjekt und ein Küchentrakt eingerichtet werden.