Thüritz/Güssefeld l Kalbes Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth hat seit gestern eine Sorge weniger. „Wenn Einwohner aus Thüritz, Badel oder Jeggeleben in das Rathaus der Stadt kamen, waren sie schon wegen der unebenen Strecke zwischen Thüritz und dem Güssefelder ,Dammkrug‘ aufgebracht“, merkte das Stadt-oberhaupt gestern bei der offiziellen Übergabe an. Das Thema ist nun zu den Akten gelegt. Karsten Ruth selbst hatte die Huckelpiste, speziell vor dem Augraben, schon einmal mit seinem Auto zu spüren bekommen, wie er verriet. Doch das ist nun auch Geschichte.

90 Prozent Förderung vom Bund

Bei der offiziellen Übergabe gestern Vormittag betonte Simone Dräger, Sachgebietsleiterin im Tiefbauamt des Altmarkkreises Salzwedel, dass für den 1750 Meter langen Abschnitt insgesamt 1,4 Millionen Euro investiert wurden. Dabei gab es eine 90-prozentige Förderung aus dem Mehrjahresprogramm des kommunalen Straßenbaus der Bundesregierung. Die restlichen zehn Prozent trug der Altmarkkreis.

„Der grundhafte Ausbau war dringend notwendig geworden, weil die Strecke zahlreiche Unebenheiten aufzeigte und die Straße nicht mehr verkehrssicher war“, informierte Simone Dräger. Aus diesem Grund gab es schon seit einigen Jahren in diesem Bereich eine Tempo-30- Zone. Besonders im Abschnitt vom Güssefelder „Dammkrug“ zum Augraben konnten Kraftfahrer in der Vergangenheit nur noch Schritttempo fahren. Damit ist nun Schluss.

Die Straße ist nach der Fertigstellung nicht nur mit der neuen Asphaltschicht glatter geworden, sondern auch um einen Meter breiter. „Die Gesamtbreite beträgt jetzt nach der Übergabe sechs Meter. Zudem wurden Bankette von mindestens einem Meter an den neuen Fahrbahnrand angearbeitet“, sagte die Sachgebietsleiterin vom Altmarkkreis bei der gestrigen Bauabnahme.

Im Zuge der Millioneninvestition wurde auch die Brücke über den Augraben komplett erneuert. Der vorhandene Durchlass wurde durch einen neuen Durchlass aus Fertigbetonteilen sowie einem Rechteckdurchlass aus Stahlbeton ersetzt. Nicht unerwähnt ließ Dräger, dass ein spezieller Durchlass für Ottertiere entstanden ist.

Ganz ist das Vorhaben noch nicht abgeschlossen. Auf dem 1750 Meter langen Abschnitt müssen noch insgesamt 65 Laubbäume gepflanzt werden. Das soll in der kommenden Woche erfolgen, sagte Simone Dräger. Von den 65 Bäumen sind 15 Schwarzerlen geplant. Der Löwenanteil der Baumpflanzungen sind dann Winterlinden, die in dem Abschnitt verteilt werden sollen.

Bürgermeister hofft auf weitere Investitionen

Zwar ist der marode Abschnitt zwischen dem Güssefelder „Dammkrug“ und Thüritz nun komplett fertig, doch Bürgermeister Karsten Ruth hofft, dass in Zukunft auch andere Kreisstraßenabschnitte in dem Bereich ein neues Aussehen bekommen. Denn einige sind ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Zustand.