Kalbe l Er ist nicht wiederzuerkennen. Der Hof der Kalbenser Sekundarschule zeigt ein völlig neues Bild. Nichts erinnert mehr an die nicht gerade einladende Betonfläche ohne Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung, die hier noch bis vor einiger Zeit existierte.

In insgesamt zwei Bauabschnitten ist das Areal umgestaltet worden. War 2014 der Beton aufgenommen und durch Pflaster ersetzt sowie die Freitreppe unter der Aula umgestaltet und ein neues Entwässerungssystem gebaut worden, so ging es in diesem Jahr an das eigentliche Herrichten des Hofes. Die alte Fahrradhalle und ein Schuppen wurden abgerissen. Stattdessen wurden ein Holzhaus zur Lagerung diverser Geräte und eine hölzerne Überdachung geschaffen. Sie bietet nicht nur während der Pausen Schutz, sondern auch für die Zeit, in der die Schüler auf die Busse warten. Es sind Sitzgruppen aus Metall und eine Kletterkombination aus Holz installiert worden. Zudem wurden ein Streetballkorb und mehrere Tischtennisplatten aufgebaut. Absoluter Hingucker ist jedoch das neue Kleinspielfeld mit Spezialbelag, auf dem zum Beispiel Volleyball gespielt werden kann.

Zum zweiten Bauabschnitt gehört neben der Neugestaltung der Grünflächen auch die Installation eines neuen Zaunes inklusive Eingangstor aus verzinktem Stahlrohr. Dieses wurde allerdings erst gestern geliefert und eingebaut, sodass es während der Bauabnahme, die am Donnerstagnachmittag stattfand, noch nicht vorhanden war. Dennoch zeigten sich die Bauabeteiligten zufrieden mit dem Ablauf der Maßnahme, die dank der milden Witterung – nur Rasen ist noch zu säen – im vorgegebenen Zeitrahmen abgeschlossen werden konnte. Dabei hatte es anfangs gar nicht danach ausgesehen. Es hatte Verzögerungen gegeben, weil ein Bieter das Vergabeverfahren moniert hatte und rechtlich dagegen vorgegangen war.

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2016 folgt der vordere Eingangsbereich

Schulträger und somit auch Auftraggeber für die beiden Bauabschnitte ist der Altmarkkreis Salzwedel. Allerdings wurden auch Immobilien der Stadt Kalbe tangiert, sodass es hier eine Zusammenarbeit gab.

Der Kreis hat nach Angaben der zuständigen Sachgebietsleiterin Cornelia Steinecke im vergangenen Jahr 235 000 Euro und in diesem Jahr 290 000 Euro in den Schulhof investiert – ganz ohne Fördermittel. Im nächsten Jahr werde abermals ein fünfstelliger Betrag in die Hand genommen. Dann solle der vordere Eingangsbereich des Schulgebäudes erneuert werden. Die ursprünglich geplante Sanierung des Lehrer-Parkplatzes müsse hingegen weiter warten. Die andere Maßnahme, so Steinecke, sei dringlicher.