Millioneninvestition

Baustart mit drei Spaten: Offizieller Beginn für Gerätehausneubau in Estedt

Eine Million Euro verbaut die Hansestadt Gardelegen in Estedt in diesem Jahr. Dann soll das neue Feuerwehrgerätehaus einzugsfertig stehen. Am Mittwoch, 9. Juni, erfolgte der symbolische Spatenstich. Baubeginn war bereits am 17. Mai.

Von Elke Weisbach
Für den symbolischen Spatenstich hatten gestern Kämmerer Maik Machalz (von links), Estedts Wehrleiter Matthias Runge und Estedts Ortsbürgermeister Volker Schmidt die Spaten in die Hand genommen.
Für den symbolischen Spatenstich hatten gestern Kämmerer Maik Machalz (von links), Estedts Wehrleiter Matthias Runge und Estedts Ortsbürgermeister Volker Schmidt die Spaten in die Hand genommen. Foto: Elke Weisbach

Estedt - „Es ist ein großer Tag für uns, mit großer Bedeutung für die Feuerwehr.“ Estedts Wehrleiter Matthias Runge strahlte gestern Morgen mit der Sonne am Himmel um die Wette. Der Wunsch der Einsatzkräfte nach einem neuen Gerätehaus wird in diesem Jahr erfüllt.

Und schon die Ankündigung 2020, dass in Estedt ein neues Domizil gebaut wird, habe sich bereits positive auf die Mitgliederzahlen der Feuerwehr ausgewirkt. Im vergangenen Jahr kamen zwei Aktive zurück zur Truppe, erzählte Runge. In der vergangenen Woche kamen noch zwei Kameraden dazu, so dass die Feuerwehr über 24 aktive Einsatzkräfte – darunter vier Frauen – verfügt.

„Ich bin sehr zufrieden“, so Runges Fazit gestern beim offiziellen Spatenstich für den Gerätehaus-Neubau auf einem städtischen Grundstück an der B 71 mitten im Dorf.

Estedt als Prototyp für Gerätehäuser

Mit dabei waren unter anderem auch Estedts Ortsbürgermeister Volker Schmidt sowie von der Stadt Kämmerer Maik Machalz als stellvertretender Bürgermeister, Bauamtsleiter Ottmar Wiesel, Ordnungsamtsmitarbeiter Florian Kauer, Stadtwehrleiter Sven Rasch, Margot Goebel vom Estedter Ortschaftsrat und Architekt Ingolf Fietz aus Lödderitz, einem Ortsteil der Stadt Barby im Salzlandkreis. Und das Gerätehaus in diesem Dorf, auch von Fietz entworfen, überzeugte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher und Stadtwehrleiter Rasch, wie er gestern erzählte.

Die beiden hatten sich laut Rasch im Zuge der Projektvorbereitung und bei der Suche nach einem Planer, „der baut, wie wir es wollen“, zahlreiche Gerätehäuser angesehen. Und das besondere an dem Projekt sei ja auch, dass es als Prototyp für folgende notwendige Neubauten in den Ortsteilen wie Solpke, Wiepke und Letzlingen, die allesamt zu klein sind und nicht mehr den Vorschriften entsprechen, diene.

Wie Bauamtsleiter Wiesel noch einmal kurz erläuterte, investiere die Stadt Gardelegen eine Million Euro in das Projekt, mit dem der Brandschutzbedarfsplan umgesetzt werde, den der Stadtrat 2018 verabschiedet hatte. „Und wir werden ein Jahr für den Bau brauchen, wenn alles wie am Schnürchen läuft.“ Baubeginn war bereits am 17. Mai.

Traditionelle Bauweise Stein auf Stein

Gebaut werde traditionell Stein auf Stein, also in Massivbauweise. Bei dem zweckmäßigen Funktionsbau auf 346 Quadratmeter Grundfläche handele es sich um ein zweischiffiges Gebäude mit Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen für die Fahrzeuge und Werkstatt auf der einen Seite. Die Einfahrt wird sich seitlich zur Bundesstraße befinden. Die andere Seite beherbergt einen 60 Quadratmeter großen Schulungsraum, die Umkleiden und Sanitäranlagen für Frauen und Männer – ausgelegt für insgesamt 30 Personen – und zwei Lagerräume. Für Wärme wird im Neubau eine Gasheizung sowie mit Blick auf die Energieeffizienz eine zusätzliche Luftwärmepumpe sorgen. Als Lampen sorgen Leuchtdioden (LED) für die notwendige Helligkeit. Am Neubau gibt es zudem auch notwendige Parkflächen für Fahrzeuge der Kameraden im Alarmierungsfall.

Zahlreiche Bauleistungen liegen in der Hand einer Bau GmbH aus Möckern. Und sie sei gut organisiert, schätzte Wiesel nach den ersten knapp vier Wochen gestern ein: „Die Firma hat schon gezeigt, wie es gut funktionieren kann.“

Damit waren genug der Worte gewechselt , und es wurde zur Tat geschritten. Für den symbolischen Start nahmen Maik Machalz, Matthias Runge und Volker Schmidt die Spaten zur Hand.