Gardelegen l „Es sind heute ideale Sprühbedingungen, und es soll die nächsten Tage so bleiben.“ Florian Kauer vom Ordnungsamt in der Gardelegener Stadtverwaltung blickte zufrieden auf das Fahrzeug von Schädlingsbekämpfungsmeister Jürgen Dietrich aus Osterburg. Dieser ist auch in diesem Jahr wieder für die chemische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen zuständig. Nach dem verregneten Montag begann nun sein Einsatz bei Sonnenschein und wenig Wind, der ihn unter anderem an die Gedenkstätte Isenschnibbe führte.

Brennhaare der Raupe gefährlich

Und die chemische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird, wie Kauer einschätzt, noch weitere sieben volle Arbeitstage in Anspruch nehmen. Denn insgesamt werden in der Region rund 7400 Eichen besprüht, auf dem sich der Schädling wieder breit gemacht hat. Und die Bekämpfung musste jetzt in Angriff genommen werden, da der Schädling ab dem dritten Larvenstadium eine Gefahr für den Menschen darstellt.

Dann bildet die Raupe nämlich Brennhaare aus, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese fliegen durch die Luft und können die Gesundheit massiv beeinträchtigen. Sie halten sich an Kleidern und Schuhen fest und lösen bei Berührungen neue toxische Reaktionen aus. Die Bekämpfung ist somit unumgänglich und erfolgt durch ein Pflanzenschutzmittel auf biologischer Basis mit dem Wirkstoff Bacillus Thuringiensis. Es heißt Foray ES und ist ein reines Fraßgift.