Lindstedt l Einen Kindergartenplatz werde es voraussichtlich auch in Zukunft für jedes Kind im entsprechenden Alter geben. Das berichtete Bürgermeisterin Mandy Zepig im Sozialausschuss. Nicht garantieren könne die Stadt jedoch, dass dieser Kitaplatz auch im gleichen Ort liege. „Es ist heutzutage zumutbar, dass man auch mal zehn Minuten zu einer Einrichtung fahren muss“, sagte Zepig, „insgesamt können wir genug Plätze zur Verfügung stellen. Die Frage ist nur: Wo?“

Beiträge bleiben konstant

Auch mit einer Erhöhung der Beiträge müssen die Eltern vorerst nicht rechnen. Dazu gebe es „keine Bestrebungen. Dieser Haushalt ist ohne Erhöhung geplant“, so Zepig auf Volksstimme-Nachfrage.

Insgesamt stehen im Bereich der Hansestadt Gardelegen 15 Kitas zur Verfügung. Darin werden dieses Jahr 952 Kinder betreut, 334 in der Krippe und 609 im Kindergarten. Ab dem 1. Januar 2020 sollen es nach Schätzungen der Stadtverwaltung 1045 Jungen und Mädchen sein, davon 369 in der Krippe und 667 im Kindergarten. Die Zahl der integrativen Betreuungsplätze wird voraussichtlich gleichbleibend bei neun liegen.

Nicht alle Einrichtungen sind derzeit voll ausgelastet. So liegt die Auslastung in Lindstedt derzeit bei 100 Prozent. Das wird auch 2020 der Fall sein. In Jävenitz rechnet die Verwaltung für 2020 mit einer Auslastung von 51 Prozent. Langfristig um die 100-Prozent-Marke pendeln die beiden Einrichtungen in Mieste, Krippe Storchennest und Kita Drömlingshüpfer (2019: 101,89 Prozent; 2020: 110,38; 2024: 100) sowie Heideblümchen in Letzlingen (2019: 83,51; 2020: 95,88; 2024: 109,28).

Insgesamt sei eine 100-prozentige (oder höhere) Auslastung allerdings nicht das Ziel, so Zepig, „weil das für die Mitarbeiter unzumutbar ist.“

Besuch in Kita Lindstedt

Die Bürgermeisterin stellte die aktuellen Zahlen in der Ausschusssitzung in Lindstedt vor. Zuvor nutzten die Politiker die Gelegenheit, sich von der Lindstedter Kita-Leiterin Gisela Thunecke durch die Einrichtung führen zu lassen.

Die Kita Entdeckerland ist in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht und legt besonderen Wert auf naturnahe Aktivitäten der Kinder. Dank eines Projektes der Hochschule Bernburg entstand im Jahr 2011 eine Bachelor-Arbeit zur naturnahen Gestaltung der Kita, ein Plan, der nun im Laufe der Jahre Schritt für Schritt umgesetzt wird. Im Inneren der Kita konnten die Ausschussmitglieder den neu gestalteten hinteren Bereich besichtigen. Hier musste unter anderem nach einem Wasserschaden die Decke erneuert werden.

Außerdem stellte Thunecke das neue Kletter- und Spielhaus „Dachsbau“ vor. Als nächstes möchte die Kita ihre sanierungsbedürftige Küche auf Vordermann bringen. Das Kita-Team wünscht sich eine eigene Frischküche, bisher wird das Entdeckerland von einem Menüservice beliefert.