Solpke l Eine Solpker Familie hat am Sonnabend buchstäblich ihr Dach über dem Kopf verloren. Und auch wenn der materielle Schaden groß ist, so gab es zum Glück keine Verletzten. Denn beim Brand des Dachstuhls war niemand im Gebäude, sodass die mit alarmierten Rettungssanitäter nicht zum Einsatz kommen mussten.Um 11.34 Uhr löste die alarmierte Rettungsleitstelle, die von Nachbarn informiert wurde, den Sirenenalarm in Solpke, Sachau, Mieste, Miesterhorst und sechs Minuten später auch in Gardelegen aus und rief die Einsatzkräfte an die Straße Zum Bahnhof in Solpke. Dort stand der Dachstuhl des Hauses Nummer 24 beim Eintreffen der Kameraden in Flammen.

Anwohner alarmierten Rettungsleitstelle

Sofort wurde mit den Löscharbeiten vom Boden aus begonnen. Die Atemschutzgeräteträger gingen ins Haus, um nach Personen zu suchen. Zum Glück war niemand zu Hause. Nur einen Hund gab es auf dem Grundstück, der an eine Vertrauensperson übergeben wurde. Auch einen Innenangriff, sprich das Löschen der Flammen von innen, zog die Einsatzleitung unter Miestes Ortswehrleiter Wolfgang Witte in Erwägung. Dieser wurde aber kurz darauf wieder abgebrochen, da niemand einschätzen konnte, wie stabil das Haus noch sei. Stattdessen wurden, als die Gardelegener Wehr mit ihrer Hubrettungsbühne anrückte, die Flammen auch von oben bekämpft. Zahlreiche Tanklöschfahrzeuge waren vor Ort. Zudem wurde eine Wasserzufuhr vom Feuerlöschbrunnen an der Ecke B 188/Straße Zum Bahnhof gelegt.

Gegen 14 Uhr war der Brand gelöscht. Gegen 14.30 Uhr waren Feuerwehren wieder in ihren Gerätehäusern. Insgesamt waren 64 Kameraden von den Feuerwehren Solpke, Mieste, Miesterhorst und Gardelegen sowie von der Löschgruppe Sachau in zwölf Fahrzeugen vor Ort.

Bilder

Haus ist derzeit unbewohnbar

Das Haus, in dem ein Ehepaar sowie im ausgebauten Dachgeschoss der Sohn mit seiner Freundin wohnen, ist aufgrund des Feuers und der Löscharbeiten derzeit unbewohnbar. Wie Ortsbürgermeister Sven Grothe auf Nachfrage sagte, sei die Familie bei Verwandten untergekommen. Zudem habe man einige Einrichtungsgegenstände während des Einsatzes retten können. Der Schock sitze natürlich tief. Aus diesem Grund wurde die Familie, nachdem sie informiert wurde, auch erst einmal beim Eintreffen vor Ort betreut.

Auch Beamte der Polizei waren am Sonnabend vor Ort. Und sie teilte gestern mit, dass die Ermittlungen zur Brandursache derzeit noch andauern. In diesem Zusammenhang sucht sie auch nach Zeugen. Wer Hinweise zur genaueren Bestimmung der Brandausbruchszeit oder anderen Besonderheiten geben kann, wird gebeten, sich im Polizeirevier Salzwedel, Telefon 03901/84 80, zu melden.