Letzlingen/Klietz (vs) l Fast drei Wochen lang kommen mehr als 1000 Soldaten aus mehreren Nationen in der Altmark zusammen, um für einen Auslandseinsatz im Rahmen der Nato-Mission "Enhanced Forward Presence" (EFP) in Litauen zu üben. Die Großübung, angeführt vom Panzerlehrbataillon 93 aus Munster (Niedersachsen), wird auch neben den Truppenübungsplätzen Klietz und Altmark (bei Letzlingen) bemerkbar sein. Autofahrer können sich am Freitag, 23. Oktober, auf Verkehrsbehinderungen zwischen dem ostelbischen Klietz und der Colbitz-Letzlinger-Heide auf den Bundesstraßen 188 und 189 einstellen.

Wie das Landeskommando Sachsen-Anhalt der Bundeswehr mitteilt, sollen am Freitag im Rahmen der Übung "Heidesturm" das Panzerbataillon 93 und eine integrierte niederländische Panzerkompanie von Klietz nach Letzlingen verlegt werden. Das heißt, es wird nach Angaben der Bundeswehr "Marschbewegungen auf der Straße im öffentlichen Raum" geben. Insgesamt 600 Soldaten mit 150 Fahrzeugen, darunter 35 Kettenfahrzeuge, werden in der Altmark unterwegs sein. Zunächst müssen sie bei Hohengöhren/Storkau die Elbe überqueren. Anschließend geht es weiter in Richtung Truppenübungsplatz Altmark.

Panzer auf den Straßen

Die Manöverbewegungen soll in den frühen Morgenstunden beginnen und bis zum Nachmittag abgeschlossen sein. Auf den Bundesstraßen ist in dieser Zeit mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Bundeswehr mahnt zur Vorsicht, da mit Kolonnen mit überbreiten, gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen zu rechnen sei.

Die Übung Heidesturm begann bereits am Montag (19. Oktober) auf dem Truppenübungsplatz Klietz. Nach der Verlegung wird sie auf Übungsplatz in der Colbitz-Letzlinger-Heide fortgesetzt. "Während des Übungsdurchgangs im Gefechtsübungszentrum Heer werden dann ca. 1.100 Soldaten mit rund 300 Fahrzeugen aus vier Nationen, Deutschland, Belgien, Niederlande, und Norwegen, ihre Zertifizierungsübung für die deutsch-geführte Battlegroup der NATO-Mission Enhanced Forward Presence (EFP) in Litauen durchführen. Die Verlegung nach Litauen ist nach heutigen Stand für Anfang 2021 geplant", heißt es in der Mitteilung des Landeskommandos Sachsen-Anhalt.