Gardelegen l Corona verändert so manche Arbeitsweise und Angebote, wie Martin Holz, seit Anfang des Jahres Leiter des Gardelegener Jugendclubs „Mood“, während der Sitzung des Sozialausschusses berichtete. Denn als die Pandemie begann und sämtliche Einrichtungen geschlossen wurden, startete der Club einen Live-Stream, um mit den Kindern und Jugendlichen weiter in Verbindung zu bleiben.

So gab es über die Facebook-Seite des Jugendclubs beispielsweise einen Bastel-Livestream sowie einen zu den Subkulturen in Gardelegen. Für die digitale Jugendarbeit wurde ein Programmierclub gegründet. Denn, so blickte Holz voraus, der Jugendclub soll noch digitaler werden. Für das nächste Jahr sei beispielsweise geplant, den bereits eingerichteten Youtube-Kanal auch dafür zu nutzen, dass anhand der dafür produzierten Videos die Jugendlichen unter anderem lernen, wie ein Video geschnitten wird. Doch natürlich stehe der persönliche Kontakt weiter im Mittelpunkt. Und Holz konnte berichten, dass es seit der Wiedereröffnung nach der coronabedingten Schließung mehr Zuspruch von Seiten der Kinder und Jugendlichen gibt. Nachmittags sei eine Menge los. Es gebe zahlreiche Angebote und Aktivitäten.

Kooperation mit Jugendwehr

Das sei auch mit Blick auf die mobile Jugendarbeit der Fall, die stetig weiter intensiviert werde. In Lindstedt und in Ipse wurden darüber in den Sommerferien Bushaltestellen gestaltet. In Lindstedt konnten in den vergangenen Monaten schon verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit der dortigen Jugendfeuerwehr umgesetzt werden. Dabei ging es in erster Linie um das Thema Selbstverteidigung. Hinzu kamen aber auch kreative Angebote. Geplant ist nun, die mobile Jugendarbeit auch in Mieste anzubieten. In Lind-stedt sowie in Mieste sollen die Jugendlichen dafür auch einen eigenen Raum erhalten. Diese habe man bereits gefunden, berichtete Holz. Es seien aber noch weitere Absprachen dafür notwendig.

Auf die Frage von Sozialausschuss-Mitglied Oliver Stegert (SPD), ob die mobile Jugendarbeit mit Veranstaltungen auch in Letzlingen angedacht sei, entgegnete Martin Holz: „Veranstaltungen und weitere Angebote wollen wir natürlich auch irgendwann in Letzlingen und weiteren Dörfern der Einheitsgemeinde anbieten“. Wann genau das der Fall sein werde, sei derzeit aufgrund von Corona und der knappen Anzahl an Mitarbeitern aber noch nicht absehbar. Auch müsse abgeklärt werden, was vor Ort gewünscht werde.

Um den Kindern und Jugendlichen auch zukünftig interessante Angebote machen zu können, gebe es laut Holz seit dem Sommer eine Kooperation mit dem Jugendclub „Young Generation“ in Schönebeck. Jugendliche vor dort waren mit einigen Mitarbeitern bereits im „Mood“ zu Gast. Gemeinsam wurde die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe besucht. Weitere gemeinsame Projekte und Angebote sind in Planung. Im kommenden Jahr ist außerdem eine Kooperation mit der „Kunstplatte“ aus Stendal vorgesehen. Eine Zusammenarbeit gebe es bereits mit der benachbarten Einheitsgemeinde Kalbe. Dort gebe es schon seit 2007 Angebote der mobilen Jugendarbeit durch das Jugendfreizeitzentrum „Kroko“.