Kalbe l „Man hätte dort schon vor Jahren investieren sollen. Dann würde es jetzt nicht so ein Problem sein“, sagt eine Anwohnerin der Brücke am Gardelegener Tor in Kalbe. Die ist auf eine Achslast von 1,5 Tonnen beschränkt, wird künftig aber gar nicht mehr mit zweispurigen Fahrzeugen befahrbar sein. Das wurde während der Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend mitgeteilt.

Ortstermin mit Fachleuten

Zuvor hatte es einen Ortstermin mit jenen Sachverständigen gegeben, die zuvor sämtliche Brücken der Stadt in deren Auftrag unter die Lupe genommen und dabei gravierende Mängel festgestellt hatten – vor allem am Gardelegener Tor.

Nach Meinung der Fachleute, so Ortsbürgermeister Heiko Gabriel, dürfte die Überführung schon jetzt nicht mehr mit Pkw, schon gar nicht mit Transportern oder gar Lkw befahren werden. Aber genau das passiert Tag für Tag, weil Anlieger, auch die, die ihre Grundstücke gewerblich nutzen, nicht anders können. Von der anderen Seite ist die Ostpromenade, die lediglich mit Mineralgemisch befestigt ist, nämlich via Schranke gesperrt.

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Das wird sich aber bald ändern, wie Kerstin Schulz vom Bauamt informierte. Die Schranke verschwindet und es wird noch einmal Mineralgemisch aufgetragen. Zwar wäre auch eine Oberflächenbehandlung möglich. Doch wird es diese aus Kostengründen nur im vorderen, bereits asphaltierten Teil der Ostpromenade geben.

Die Brücke indes wird mit einem unverrückbaren Poller gesperrt, sodass sie nur noch von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden kann. Zu desolat sind ihre Widerlager und Bohlen. Letztere sollen nun aber teilweise ersetzt werden. Außerdem soll aus Gründen der Verkehrssicherung ein Stabmattengeländer (ähnlich der Goliathbrücke) angebracht werden. Im Haushalt stehen dafür 16 500 Euro. Der Stadtrat hat ihn bereits beschlossen.