Jävenitz l Der Weg zum Spielplatz, zur Kindertagesstätte oder zur Grundschule über die Algenstedter Straße, Ginsterweg und Schulstraße in Jävenitz ist für Kinder nicht ganz ungefährlich. Zumindest meinen dies einige Eltern des Ortes. Da ein Großteil dieser Straßen keinen Gehweg aufweist, gehen die Kinder dort auf der Fahrbahn. Eltern befürchten, dass es Unfälle geben könnte.

Sie verweisen auf die Algenstedter Straße, die nur 4,60 Meter breit ist, an der schmalster Stelle sogar nur 4,50 Meter. Auf einem Großteil dieser Straßen müssen die Kinder ihren Fußweg auf der Fahrbahn zurücklegen. An der Algenstedter Straße befindet sich auch die Kindertagesstätte des Ortes. Kinder, die diese Strecke auf dem Weg zur Schule zurücklegen, aber auch Kinder, die zum Spielplatz an der Ecke Algenstedter Straße/Ginsterweg gelangen wollen, müssen auf der Fahrbahn laufen.

Kinder auf der Fahrbahn unterwegs

Auf dem Ginsterweg setzt sich das Ganze fort. Auf der Straßenseite, auf der sich der Spielplatz befindet, ist kein Gehweg vorhanden, allerdings gegenüberliegend. Und auch in der Schulstraße, an der sich die Schule befindet, müssen Fußgänger die Fahrbahn nutzen. Zu gefährlich meinen einige Eltern von Grundschulkindern und wenden sich mit dieser Problematik an Stadtratsmitglied Rudi Wolski (CDU).

Während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses informierte Wolski die Ausschussmitglieder über die Situation in Jävenitz. „Dort gibt es eine Gefährdung. Kinder, die zur Schule, zur Kita oder zum Spielplatz wollen, sind betroffen“, schilderte der Jävenitzer. Um die Verkehrssituation sicherer zu gestalten, schlug Wolski vor, aus der Algenstedter Straße eine Einbahnstraße zu machen. So solle der Verkehr zwischen Kindertagesstätte und Einmündung in den Ginsterweg nur noch in eine Richtung fließen, „denn dort einen Gehweg zu bauen, ist nicht möglich“, so Wolski. Dazu sei die Fahrbahn zu schmal. Er lud zudem die Mitglieder des Bauausschusses ein, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.

Antrag schon einmal abgelehnt

Bemühungen, eine Einbahnstraße in diesem Bereich zu erwirken, habe es bereits gegeben, wie Bürgermeisterin Mandy Zepig schilderte. Vor drei Jahren gab es Bestrebungen. Allerdings sollte damals nicht nur die Algenstedter Straße, sondern auch Ginsterweg und Schulstraße zur Einbahnstraße deklariert werden. Weil aber Ginsterweg und Schul- straße breit genug sind und es teilweise auch einen Gehweg gibt, lehnte die Straßenverkehrsbehörde diesen Antrag damals ab, berichtete Wolski auf Volksstimme-Anfrage.

Nun ist das Bauamt der Hansestadt Gardelegen mit einer kurzfristigen Prüfung des Sachverhalts betraut. Ein entsprechender Antrag soll bei der Straßenverkehrsbehörde gestellt werden.