Gardelegen l Der Miester Elektromeister Sten Uwe Meinel nimmt sein Smartphone in die Hand und tippt darauf herum. Plötzlich gehen in der Halle der Gardelegener Willi-Friedrichs-Sporthalle die Lampen aus, dann wieder an, werden gedimmt und strahlen kurze Zeit später wieder mit hellem Schein. Per App lässt sich seit Kurzem nämlich die Beleuchtungsanlage im gesamten Gebäudekomplex steuern. Sie wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative komplett auf LED (Licht emittierende Dioden) umgerüstet, was mit 22.500 Euro gefördert wurde, wie Stadtkämmerer Maik Machalz  in einem Pressegespräch vor Ort mitteilte. Die nun abgeschlossene Maßnahme kostete insgesamt 75.000 Euro, mit denen die Stadt dem Energiespargedanken und der Reduzierung von Treibhausgasen Rechnung trägt.

Wie Meinel erklärte, wird jetzt jährlich ein Drittel der bisherigen Energiekosten, die zwischen 15.000 und 20-000 Euro lagen, eingespart. Damit werde sich die Investition in fünf Jahren amortisiert haben. Dann werde Geld gespart.

Zehn Tonnen weniger CO2 im Jahr

Ein Grund dafür ist auch, dass sich die Beleuchtung durch eine Tageslicht- und Präsenzsteuerung den aktuellen Lichtverhältnissen anpasst. Damit können künftig jährlich bis zu 14.000 Euro an Stromkosten reduziert werden. Für die letzten Installationen an der Hallendecke wurden hauptsächlich die spielfreie Zeit in den Oktoberferien und im Anschluss auch noch die Wochenenden genutzt.

Und nicht nur Geld werde durch die Umrüstung eingespart, erläuterte Machalz, sondern auch der CO2-Ausstoß reduziert. Bisher wurden mit den alten Leuchtstoffröhren 42 Tonnen CO2 im Jahr produziert, künftig werden es zehn Tonnen weniger sein. Das macht bei einer angestrebten Lebensdauer der neuen Beleuchtung von 20 Jahren eine CO2-Minderung von zirka 491,64 Tonnen.

Licht geht automatisch wieder aus

Die Beleuchtung muss natürlich nicht, kann aber per App bedient werden. Normalerweise, auch das ist neu, erfolgt alles automatisch, was auch die Arbeit von Hallenwart Ronald Krziwanie erleichtert. Es gibt nämlich keine Schalter mehr, die gedrückt werden müssen, was auch gut für die Vereine ist. Zwischen acht und zehn Vereine nutzen laut Krziwanie die Halle regelmäßig, die ansonsten für den Schulsport zur Verfügung steht. Wird die Halle oder ein anderer Raum in dem Gebäude betreten, geht automatisch das Licht an. Und es kann auch niemand mehr aus Versehen das Licht brennen lassen. Werden in einem Raum zehn Minuten keine Bewegungen mehr registriert, geht das Licht automatisch aus.

Was Krziwanie auch freut, ist, dass der Schulungsraum im Zuge der Sanierung nicht nur mit LED, sondern auch mit einer Leinwand und einem Beamer ausgestattet wurde und so nun optimal ausgerüstet ist.