Jeggau l Feuerwehrleute aus neun Ortsfeuerwehren mussten am Freitagabend ausrücken, um einen Scheunenbrand in Jeggau zu löschen. Der Alarm wurde um 21.25 Uhr ausgelöst, und die rund 100 Einsatzkräfte kämpften bis gegen 23.50 Uhr auf dem Vierseitenhof gegen die Flammen.

Mit dabei waren die Feuerwehren aus Mieste, Miesterhorst, Solpke, Dannefeld, Köckte, Peckfitz, Breitenfeld, Sachau und Gardelegen. 15 Feuerwehrleute aus Mieste und Köckte übernahmen nachts die Brandwache. Doch auch gestern Morgen war der Einsatz noch nicht beendet. Um 5.43 Uhr flammten die Reste der Scheune wieder auf. Miester und Gardeleger Einsatzkräfte löschten erneut.

Gestern Morgen sperrte die Kriminalpolizei dann den Hof. Die Beamten haben Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. „Die ersten kriminalistischen Ermittlungen am Brandort ergaben bislang, dass eine natürliche Brandursache ausgeschlossen werden kann und dass es auch keine Hinweise auf eine technische Brandursache gibt“, so Frank Semisch, Pressesprecher der Polizei Salzwedel. „Hauptermittlungsrichtung ist bisher die Brandstiftung. Die Ermittlungen dauern an, die abschließende kriminaltechnische Brandortuntersuchung steht noch aus.“

Bilder

Sachschaden: 100.000 Euro

Die Scheune ist ausgebrannt und das Dach eingestürzt. Das Gebäude wurde nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, sondern diente laut Semisch als Lager für allerlei Gegenstände von minderem Wert. Die Scheune war nicht verschlossen. Der Sachschaden wurde auf rund 100.000 Euro geschätzt. Zeugen, die zur Entstehung des Brandes Hinweise geben können, werden gebeten, sich im Revierkommissariat Gardelegen unter der Rufnummer 03907/ 72 40 zu melden. Menschen sind bei dem Feuer nicht zu Schaden gekommen. Die bauliche Trennung zum Wohnhaus und die Löscharbeiten der Feuerwehr verhinderten das Übergreifen des Feuers.

Besonders gefreut haben sich die Ehrenamtlichen darüber, dass Nachbarn sie mit Kaffee und Brötchen versorgt en. „Ein großes Dankeschön an Familie Plock“, sagte der Miester Feuerwehrleiter Wolfgang Witte, der nach den Löscharbeiten Uwe Wessalowski in der Einsatzleitung nach der langen Nachtwache abgelöst hatte.