Kalbe l „Es handelt sich um eine Maßnahme, für die das Geld bereits im vergangenen Jahr im Haushalt eingestellt worden war.“ Mit diesen Worten begründet Kerstin Schulz, Fachfrau für Tiefbau in der Stadtverwaltung Kalbe, woher die rund 90 000 Euro stammen, die demnächst für umfangreiche Straßenreparaturen im Gebiet der Einheitsgemeinde Kalbe ausgegeben werden.

Denn im diesjährigen Haushaltsplan, der bereits vom Stadtrat beschlossen worden ist, stehen in diesen Größenordnungen keine Mittel mehr für Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. 150 000 Euro seien vonseiten des Fachamtes beantragt gewesen. Die städtischen Gremien hätten jedoch den Rotstift ansetzen müssen, um den Haushalt ausgleichen zu können. Ergo sei jetzt nur noch ein Drittel der beantragten Summe (50 000 Euro) im Plan enthalten. Damit ließen sich keine größeren Maßnahmen realisieren und es werde einiges liegen bleiben müssen, betont Kerstin Schulz.

Jede Straße hat anderen Untergrund

Drei kommunale Straßen können nun aber dank des Haushaltsrestes aus dem vergangenen Jahr in Angriff genommen werden. Hierbei handelt es sich zum einen um die desolate Verbindung zwischen Dolchau und Vienau, in der sich immer wieder riesige Löcher bilden, die bislang mindestens einmal im Jahr von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes geflickt werden mussten. Nun soll dort eine dünne Asphaltschicht im sogenannten Kalteinbau erfolgen. Allerdings, darauf weist Kerstin Schulz hin, stellt auch dies keine dauerhafte Lösung dar, da der Untergrund der Straße einfach zu schlecht sei.

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Ein Problem, das sie mit der Ostpromenade in Kalbe teilt. Auch dort soll demnächst ein Kalteinbau erfolgen, ebenso wie auf einem Teilabschnitt der Straße entlang des Kalbenser Friedhofes. Auch hier gibt es riesige Unebenheiten.

Während dieser Verkehrsweg aus Beton besteht, hat die Verbindung zwischen Dolchau und Vienau einen gepflasterten Untergrund. Die Kalbenser Ostpromenade wiederum besteht aus Asphalt. Drei verschiedene Untergründe, aber ein- und derselbe Reparaturauftrag: Das, so sagt Kerstin Schulz, habe sich bei der Planung der Ausschreibung als ziemlich schwierig erwiesen. Die Vergabe sei letztlich an eine Firma aus Thüringen erfolgt, die sich auf den sogenannten Kalteinbau spezialisiert habe. Sie könne wegen dieses Verfahrens aber erst dann tätig werden, wenn das Thermometer dauerhaft über zehn Grad Celsius Außentemperatur anzeige. Deshalb, so sagt die Fachfrau aus dem Bauamt, werde wohl auch erst im Mai begonnen.

Wenn dann aber erst einmal der Startschuss gefallen sei, gehe es auch relativ zügig. Der Einbau des speziellen Asphaltgemisches erfolge innerhalb weniger Tage. Allerdings, betont Schulz, können wirklich nur die größten Schadstellen repariert werden. Ein grundhafter Ausbau sei derzeit bei allen drei Straßen utopisch.