Gardelegen l Sommer, Sonne, Ostseestrand – und Strandkörbe – die gehören zur Ostsee wie das Salz im Meer. Seit kurzem können Badegäste auch im Erlebnisbad Zienau und im Waldbad Zichtau ein Stück Ostseefeeling genießen, denn die Stadt hat zehn neue Strandkörbe angeschafft. Sieben stehen im Erlebnisbad Zienau und drei im Waldbad Zichtau. Die Neuerungen präsentierten jetzt vor Pressevertretern der städtische Kämmerer Maik Machalz und Norbert Bucklitsch, in der Verwaltung unter anderem für die städtischen Freibäder zuständig.

Investiert wurden insgesamt etwa 4000 Euro – pro Strandkorb 400 Euro. Allerdings möchte die Stadt die Kosten wieder ins Stadtsäckl holen, und zwar über Werbung. Firmen aus der Region seien angeschrieben worden. Die ersten Werbeplätze sind verkauft. 450 Euro kostet der Platz am Strandkorbhinterteil. Die Werbetafel kann dann für fünf Jahre am Strandkorb bleiben. „Wir wollen damit die Attraktivität unserer Freibäder erhöhen“, betonte Machalz.

Nutzung für einen Tag möglich

In allererster Linie aber sind die Strandkörbe für die Badegäste angeschafft worden. Die Schlüssel gibt es am Eingang. Eine ganztägige Nutzung kostet 2,50 Euro. Dazu wird ein Pfandgeld in Höhe von zehn Euro kassiert. Diesen Pfand gibt es zurück, wenn der Strandkorb ordentlich und ohne Beschädigungen verlassen wurde.

Darüber hinaus sind jetzt auch Sonnenliegen erhältlich. Die kosten pro Tag ebenfalls 2,50 Euro und können am Aufsichtshäuschen abgeholt werden. Gut angenommen werden auch zwei mobile Fußballtore, die unweit des Kinderbadebeckens aufgebaut wurden.

Strandkörbe und Liegen für 2,50 Euro pro Tag

Investiert hat die Stadt auch in neue Technik, um Strom und damit Geld zu sparen. Über die Wintersaison wurden drei neue Umwälzpumpen im Technikkeller eingebaut. Die arbeiten zum einen geräuschärmer als die alten Pumpen. Zum anderen aber verbrauchen sie wesentlich weniger Strom, so Bucklitsch. Der Jahresverbrauch im Erlebnisbad Zienau liege bei etwa 165.000 Kilowattstunden. „Die alten Pumpen haben allein 95.000 Kilowattstunden verbraucht“, so Bucklitsch. Gerechnet wird mit einer Stromeinsparung von 45 Prozent und einer Kosteneinsparung von etwa einem Drittel. Eventuell könne es auch noch mehr werden. Konkrete Zahlen würden aber erst zum Jahresende vorliegen.

Die drei Umwälzpumpen sind Bestandteil der Wasseraufbereitung, erläuterte Schwimmmeister Heiko Kruck. Zusammen mit der Filteranlage im Gebäude am Eingang seien die Pumpen das Herzstück der Badtechnik. „„Das verbrauchte Wasser wird abgesaugt und in die Filteranlage zur Aufarbeitung gepumpt und dann wieder zurück ins Badebecken“, erläuterte Kruck. Gut 67.000 Euro habe die Stadt für die neue Technik ausgegeben. 40 Prozent der Kosten wurde über das Bundesprogramm Kommune plus gefördert.

Besucherrekord am 30. Juni

Das Erlebnisbad Zienau soll auch bei den Angeboten attraktiver werden. So fand nun das erste Baden in den Sonnenuntergang statt. Bis 21.30 Uhr konnten sich die Badegäste im 22 Grad warmen Wasser vergnügen. Allerdings waren die Außentemperaturen nicht so heiß, und so blieben die Besucher aus. Eine weitere Auflage soll es bereits am Freitag, 19. Juli, geben, wie Kruck mitteilte.

Einen Besucherrekord für die Saison 2019 gab es übrigens am 30. Juni. Bei über 37 Grad suchten über 1300 Badegäste Abkühlung im kühlen Nass.