Kalbe l Es war zu erwarten, dass das Freibad Kalbe für die diesjährige Saison weniger Badegäste aufweist als im Vergleich zum Vorjahr. Zum einen waren wegen des Coronavirus die Badegäste vorsichtiger und kamen daher nicht so häufig ins Schwimmbad, zum anderen bot das Freibad aufgrund der Corona-Pandemie aber auch verkürzte Öffnungszeiten an. Aufgrund der Eindämmungsverordung begann der Badespaß in dieser Saison erst ab dem 2. Juni und nicht wie ursprünglich geplant am 17. Mai. In den Vorjahren startete die Saison jeweils Mitte Mai. Und auch die Personenanzahl war begrenzt. Zuerst durften nur 80 Personen gleichzeitig die Einrichtung besuchen, später waren es 150. Die Corona-Bestimmungen verlangten zudem, dass keine besonderem Veranstaltungen, wie die ursprünglich geplante Beachparty oder ähnliches, stattfanden. Auch dadurch kamen weniger Gäste.

All diese Fakten lassen einen Besucherschwund für das Jahr 2020 erwarten. Und so war es auch. Einen großer Einbruch bei den Besucherzahlen gab es aber dennoch nicht. 3939 Besucher erfreuten sich in diesem Jahr am kühlen Nass der Schwimmbecken im Kalbenser Freibad. Zum Vergleich: 2019 waren es 4263 Besucher, wie Sebastian Löchel, Mitarbeiter in der Kalbenser Stadtverwaltung, mitteilte. Das waren 324 Badegäste weniger als im Vorjahr. Konkret bedeutete dies, dass 1127 Erwachsene das Freibad besuchten, nach 18 Uhr waren es 245. Kinder waren knapp doppelt so viele zu Gast. Bei den Drei- bis 18-Jährigen waren es 2463. Kinder bis zwei Jahre waren allerdings nur 32 zu verzeichnen.

Nur zwei Jahreskarten verkauft

Jahreskarten für Erwachsene konnten diesmal nur zwei verkauft werden. Es wurden 32 Familienkarten, 26 Zehnerkarten für Kinder und zwölf Zehnerkarten für Erwachsenen verkauft, wie die Statistik zeigt. Das Gros der Gäste nutzte die Tageskarten.

In diesem Jahr wurden Einnahmen von 10.481,50 Euro zu verzeichnet. Das sind 3482,50 Euro weniger als 2019. Im Vorjahr wurden 13.964 Euro eingenommen. „Zu den geringeren Einnahmen kommen erhebliche Mehrkosten hinzu, die wir in diesem Jahr aufgrund von Corona hatten, zum Beispiel für den Kauf von Desinfektionsmittel“, berichtete Löchel.