Jeseritz l Bei herrlichem Herbstwetter starteten insgesamt 13 Reiter und Reiterinnen sowie 14 Kutschen und Kremser zur 29. Fuchsjagd in Jeseritz. Bevor Peter Kremer, Chef der Interessengemeinschaft Reiter und Kutscher, das Startsignal gab, wurde der Bügeltrunk gereicht. Denn dieser darf traditionell nicht fehlen in Jeseritz. Genauso wie der dreifache Ruf von „Hufschlag frei“. Dann setzte sich der Tross in Bewegung. Auf den Kremsern und Kutschen hatten es sich die Teilnehmer gemütlich gemacht. Mit wärmenden Decken, Getränken und Naschereien ließ es sich bei der kilometerlangen Ausfahrt durch die Natur gut aushalten. Für die Reiter hingegen wurde es sehr sportlich. Denn zahlreiche Sprünge mussten unterwegs absolviert werden. Den wichtigsten gab es dann nach fast vier Stunden am Ende der Tour. Denn Lukas Schulze hatte bereits das Stroh entzündet. Im Galopp ging es für die Reiter durchs Feuer. Und erst wenn das schwierige Hindernis absolviert ist, dürfen die Teilnehmer hoch zu Ross den am Galgen hängenden Fuchsschwanz schnappen. Christin Fahr aus Gardelegen hat es unter den Blicken zahlreicher Besucher, die zum Mittag auf den Platz Richtung Sachau gekommen waren, geschafft und erntete Applaus.

Verstöße gegen die Regeln geahndet

Bevor die Fuchsjagd ausgewertet wurde, stärkten sich alle mit leckerer Erbsensuppe. Diese hatte auch in diesem Jahr wieder Uwe Borstel in der Gulaschkanone gekocht. Hartmut Rapp sorgte für Deftiges vom Grill. Und auch ein reich gedecktes Kuchenbüfett stand bereit. Teuer – in Sachen Strafgeld – wurde es aber auch für viele Reiter und Kutscher. Und das wegen vieler Verstöße gegen die Fuchsjagdregeln. Denn den Augen der Strafrichterin Corinna Günther entging nichts. Sie hatten die gesamte Jagd aus der Kutsche heraus beobachtet und eifrig jeden Verstoß gegen traditionelle Vorschriften notiert. So musste beispielsweise auch Frank Lemme aus Wiepke löhnen und auch das selbstgemixte Schnapsgemisch trinken. Und da er den Becher in der rechten Hand hatte, durfte er gleich noch einmal einen Schluck nehmen. Denn bei der Jeseritzer Fuchsjagd wird mit links getrunken.

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