Verkehrssicherheit

Gardelegener Bauamt erstellt Konzept für Radwege

Von Cornelia Ahlfeld
Die Hansestadt Gardelegen plant ein Radwegekonzept.
Die Hansestadt Gardelegen plant ein Radwegekonzept. Hendrik Schmidt/dpa

Gardelegen - Die Stadtverwaltung Gardelegen wird in Eigenregie ein Radwegekonzept für alle Straßen in kommunaler Trägerschaft erstellen. Berücksichtigt werden dabei etwa 60 Straßenkilometer in der Kernstadt und 170 Kilometer außerhalb der Stadt. Mit der Beschlussfassung des Haushaltsplanes für 2021 und 2022 hat der Stadtrat damit zugleich auch einen Antrag der Linke-Fraktion etwas modifiziert bestätigt – mit Einverständnis der Fraktion. Die hatte zunächst beantragt zu prüfen, inwieweit ein solches Konzept im Rahmen des neuen Sonderprogrammes des Bundes namens „Stadt und Land“ erstellt werden könnte, um „den Alltagsradverkehr in der Einheitsgemeinde sicherer zu gestalten“. Parallel dazu waren für die Konzepterstellung im Haushalt bereits 50?000 Euro eingestellt. Dieses Konzept wird nun auf eigenem Vorschlag das Bauamt der Stadt erarbeiten. Dafür seien Eigenmittel von 5000 Euro einzuplanen, hieß es im städtischen Hauptausschuss. Unabhängig davon sollen die 50?000 Euro im Haushaltsplan stehen bleiben und mit einem Sperrvermerk versehen werden.

24,5 Millionen im Topf

Damit könnte bei einer Förderung von Neu- und Ausbauten von Radwegen über das neue Programm der finanzielle Eigenanteil der Stadt gesichert werden. Hierbei gehe es aber grundsätzlich um alltagstaugliche Radwege, betonte Bürgermeisterin Mandy Schumacher. Touristische Belange seien hier nicht betroffen.

Das Programm „Stadt und Land“ sei mit 24,5 Millionen Euro für Sachsen-Anhalt gut gefüllt, heißt es im Linke-Antrag. Der Regelfördersatz betrage 90 Prozent. Bis 2023 könnten entsprechende Projekte umgesetzt werden. Neben dem Konzept als Grundlage für förderfähige Projekte sollte zudem geprüft werden, entlang von verkehrsintensiven Kreuzungen Radwege mit roter Farbe auf der Straße auszuweisen. Auch damit könnten viel befahrene Kreuzungsbereiche verkehrssicherer gestaltet werden. Als Beispiel führte die Fraktion die Kreuzungen Stendaler Straße/ Feldstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße/Burgstraße auf. Im Rahmen des Konzeptes soll zugleich eine Prioritätenliste erstellt werden, in welcher Reihenfolge Radwege neu- oder ausgebaut werden müssen.

Zum neuen Förderprogramm habe es bereits eine Online-Schulung gegeben, informierte die Verwaltung. Demnach werden je nach Abhängigkeit von der zugelassenen Geschwindigkeit und des Verkehrsaufkommens eine Mischnutzung – also Fahrzeuge und Radfahrer – und ein Fahrradverkehr auf gesonderten Radwegen empfohlen.