Gardelegen l Vor allem, wenn es um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht, passen sie prima zusammen, die SUNK und die Gartenakademie. Und der Garten rund um die Kapelle am Sankt Georg ist genau dafür konzipiert. Hier sollen sich junge Leute gärtnerisch ausprobieren können, mal eine Hacke in die Hand nehmen, Kräuter säen, mal den Duft einer Quitte erschnuppern. „Kinder sollten die Natur begreifen können“, betonte Stiftungsgeschäftsführerin Ursula Strübing gestern bei ihrem Besuch im neuen Domizil der Gartenakademie. „Das meine ich wortwörtlich.“ Und wenn die jungen Gärtner dann sogar die Erträge ihrer Arbeit selbst essen könnten, „das ist doch wunderbar.“

Und gerade weil das Fach Schulgarten in der jüngsten Zeit abhanden gekommen sei, sei es um so wichtiger, solche Projekte wie die der Gartenakademie zu unterstützen. Rund 9000 Euro hatte die SUNK für die Umgestaltung der Sankt Georg Kapelle samt Garten beigesteuert, erinnerte Strübing, und das relativ kurzfristig und unkompliziert.

Ein außerschulischer Lernort

Gestern nun schauten sich Strübing und ihre Kollegin Katja Hieckmann das Objekt auch einmal selbst an, und zeigten sich sehr beeindruckt. Denn mittlerweile sieht die Kapelle fast schon so aus wie ein kleines Klassenzimmer, mit Tischen und Bänken. Neben der Gartenarbeit draußen könne drinnen nun auch mal eine Theoriestunde stattfinden, könnten sich die Kinder – und natürlich auch andere Besucher – hier auch mal ausruhen. „Es ist ein richtiger außerschulischer Lernort geworden“, freute sich Projektleiterin Christa Ringkamp.

Nun haben die Schulen den Ball: Denn diese könnten als Mitglied der Gartenakademie – der Mitgliedsbeitrag beträgt 100 Euro im Jahr – hier mit ihren Schülern die Natur pur erleben, Schulgartenunterricht oder Projekttage abhalten.

Und auch ein weiteres Projekt ist bereits angeschoben: Unterstützt von der AOK werde die Gartenakademie Leute ausbilden, die dann in die Kindergärten gehen, um den Jüngsten die Natur näher zu bringen, erläuterte Ringkamp.

Auch diese Idee kam natürlich gut bei den beiden Stiftungsmitarbeiterinnen an: „Es sind viele kleine Schritte“, freute sich Strübing, aber auch sie führten am Ende ans Ziel.

Insektenhotel als Geschenk

Für die kleinsten Besucher des Sankt-Georg-Gartens hatten Ursula Strübing und Katja Hieckmann schließlich auch etwas mitgebracht: Nämlich ein Insektenhotel.

Das Haus werde sie aufhängen, versprach Ringkamp. Und „Frühstück“ gebe natürlich auch. Denn das Büffet für Insekten sei im Garten ja reichlich gedeckt.