Gardelegen l Und wieder ist der frisch sanierte Wohnblock voll belegt. Ab 1. Juli werden die zwölf Mietparteien in die Ernst-von-Bergmann-Straße 19-21 einziehen. Der Block gehört, wie auch die Häuser 14-16 (bereits saniert) und 23-25 (Sanierung beginnt am 1. Juli), der Gardeleger Wohnungs-genossenschaft (WGG). In die drei Häuser investiert die WGG insgesamt 2,031 Millionen Euro. Während in der Nummer 14-16 noch einige Mieter während der umfangreichen Sanierung im vergangenen Jahr im Haus wohnen blieben, war die 19-21 dafür komplett leergezogen worden. Vier langjährigen Mietern stellte die WGG andere neu sanierte Wohnungen zur Verfügung. Grund für den Leerzug waren „organisatorische Überlegungen und vor allem die Entlastung der Mieter“, sagt Henri Schulz, geschäftsführender Vorstand der WGG.

Neue Bäder und Balkone

Getan hat sich in dem Block viel: innen und außen. Weil es immer wieder Probleme mit feuchten Kellern gab, stand eine Trockenlegung an. Dämmung, Fassadenerneuerung, Pflastern der Stellplätze hinter dem Haus und der Anbau neuer Balkone waren weitere Aufgaben im Außenbereich. Neuen farblichen Glanz hat der Hausflur erhalten, außerdem bekamen die Wohnungen neue Fußböden, Tapeten, Fenster und Balkontüren mit Wärmeschutzverglasung und neue Bäder mit ebenerdigen Duschen. 740 000 Euro nahm die WGG für den Block 19-21, wo auch die Heizungsanlage erneuert wurde, in diesem Jahr in die Hand.

Stellplätze und Carports

Weil seit März feststand, wer dort einziehen wird, konnten die Mieter sogar gleich ihre Wunschtapeten an die Wände bringen lassen, berichtet Schulz nicht ohne Stolz. „Das Gebäude erhält ein komplett neues Flair“, betont der Vorstand. Im Zuge der umfangreichen Arbeiten stellte die WGG eine neue Verwaltungsmitarbeiterin sowie zwei Maler ein. Ziel der WGG-Sanierungsprojekte sei ganz klar, „für unsere älteren Mieter ein barrierearmes Umfeld zu schaffen, in dem sie möglichst lange und selbstbestimmt leben können“. Und auch jüngeren Menschen und Familien solle ein attraktives und komfortables Wohnen in Wohnungen von 60 bis 75 Quadratmetern bei rund 5,80 Euro Kaltmiete/Quadratmeter geboten werden. Dazu gehört für den WGG-Vorstand, das Umfeld attraktiv zu gestalten.

Tag der offenen Tür

Alle Mieter erhalten draußen Carports als Abstellmöglichkeiten. Am Block 14-16 ist die Grillecke bereits fast fertig gestaltet, auch am Haus 19-21 wird es eine Ecke mit einem Steingrill geben. Schulz betont: „Es geht darum, dass man miteinander wohnt.“ In das fertig sanierte Gebäude 19-21 ziehen langjährige WGG-Mitglieder und sechs neue Mieter. „So haben wir eine gute Mischung.“ Und damit sind die zwei bereits sanierten Häuser der Genossenschaft an der Ernst-von-Bergmann-Straße zu 100 Prozent vermietet.

Der Leerstand von 50 Prozent, den es in den drei WGG-Blöcken mit insgesamt 36 Wohnungen vor der Sanierung gab, sei ganz klar auch der fehlenden Modernisierung durch Unterhaltungsstau geschuldet gewesen, so Schulz. Und auch beim dritten Block, Nr. 23-25, geht Schulz spätestens ab 1. Dezember von einem Leerstand von null Prozent aus. Sieben Mieter wohnen dort zurzeit noch, für die Sanierungsarbeiten wird auch dieses Haus leergezogen – nach Abschluss der Arbeiten wollen die Mieter in ihre früheren Wohnungen zurück. Fünf Wohnungen sind nach aktuellem Stand in dem Haus, das ab 1. Juli für 719 000 Euro saniert wird, noch zu haben.

Und wer sich anschauen möchte, wie die frisch sanierten Häuser aussehen, ist am Sonnabend, 18. Juni, bei der WGG richtig. Denn die Wohnungsgenossenschaft lädt von 10 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Tür in ihr Objekt Ernst-von-Bergmannstraße 19-21 ein, wo wenige Tage später die Mieter einziehen. Auf dem Hinterhof wird eine Bühne aufgebaut sein, wo die Band „3viertelelf“ spielen wird, die mit der Magdeburger Frontsängerin Angela Peltner Sachsen-Anhalt 2015 beim Bundesvision-Song-Contest vertrat.