Gardelegen l Ob als taktstockschwingender Dirigent, Teil der gefährlichen Riesenschlange, Bühnenarbeiter, Teil des Sklavenchores, der lodernden Flammen oder als wogende Welle: Bei den Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klassen kam am Montag keine Langeweile auf. Zu Gast waren Sascha Resch und Gregor Braun von der Kinderoper Papageno aus Wien. Im Gepäck hatten sie die von Wolfgang Amadeus Mozart komponierte „Zauberflöte“.

„Im Sinne eines Workshops wurde die Aufführung bereits vorher im Rahmen des Musikunterrichts vorbereitet“, erklärte Schulleiterin Sylvia Straßburg. So habe die Kinderoper Papageno der Schule hierzu frühzeitig ausführliche Materialien zu folgenden Schwerpunkten zukommen lassen: Die Geschichte des Theaters, Wolfgang Amadeus Mozart als historische Person, sowie natürlich Geschichte und Inhalt seines Werkes „Die Zauberflöte“. Entsprechend dem Motto „Selber machen statt zusehen“ standen darüber hinaus bei der Aufführung neben den Opernsängern auch Kinder als Akteure auf der Bühne.

Hauptrollen wurden vergeben

Hierfür wurden ebenfalls im Vorfeld einzelne Hauptrollen vergeben und eingeübt. So spielte zum Beispiel die Viertklässlerin Samantha Brandt die Rolle des Tamino. Gekonnt verinnerlichte sie den Text und gab ihm mit viel Liebe zur Schauspielerei wieder, so dass es auf den Betrachter wirkte, als würde die Grundschülerin schon seit vielen Jahren Theaterstücke einstudieren – bemerkenswert.

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Ebenso toll spielten ihre Rollen auch Hedi Mahlow (Pamina 1), Mara Jakobs (Pamina 2), Leny Köhler, Michelle Teschner und Lea Peters (Hofdamen), Andrei Musi-Vasile (Sarastro), Hedi Roth (Schlangenkopfträgerin), Emil Berlin (Dirigent) sowie Emma Benecke (Königin der Nacht).

„Ich bin wirklich stolz auf die Leistung der Schüler“, sagte Sylvia Straßburg über die Kinder, die erst Ende Oktober die Texte für das Stück erhalten hatten.

„Wir haben heute zuvor mit den Jungen und Mädchen dann alles noch einmal genau und in Ruhe besprochen“, erklärte Sascha Resch – mit Erfolg. Das gesamte Stück über blieben die kleinen Opernstars ruhig und konzentrierten sich auf ihre Auftritte. Ganz zur Freude der Schüler.

Während um 9 Uhr die a-Klassen der Schule die Aufführung sahen, so durften sich die b-Klassen ab 11 in der Aula, die an dem Tag theaterlich geschmückt war, von dem Stück überraschen lassen. Und sie hatten sehr viel Freude daran, ihren Mitschülern beim Auftritt zuzusehen. Was auch daran lag, dass Gregor Braun und Sascha Resch mit den Kindern interagierten und sie in jeder möglichen Situation mit in das Stück einbezogen, was auch beim Kollegium der Otto-Reutter-Grundschule gut ankam.

„Die Kinderoper Papageno ist mit verschiedenen Stücken aus diesem Grund auch schon in den zurückliegenden Jahren oft bei uns gewesen“, erklärte Sylvia Straßburg.