Kalbe l 32 Paare gaben sich 2019 das Ja-Wort. Das zeigt die Statistik, die Kalbes Standesbeamtin Beatrice Krause-Apel vorstellt. Das sind insgesamt weniger Eheschließungen als im Vorjahr. 2018 ließen sich 40 Paare in den beiden Standesämtern der Einheitsgemeinde Kalbe, im Rathaus sowie im Schloss Goßler, trauen.

Beim Rückblick auf 2019 lässt sich aber auch ein neuer Trend erkennen. „Die Tendenz geht zum Schloss“, sagt die Standesbeamtin. Zwar halte sich mit jeweils 16 Trauungen im Standesamtszimmer im Rathaus und im Schloss Goßler die Anzahl der Eheschließungen die Waage, jedoch im Vergleich zum Vorjahr ist der Trend klar zu erkennen. 2018 wählten noch 26 Paare das Trauzimmer des Rathauses und nur 14 Paare schlossen im Schloss den Bund für‘s Leben. Ein Grund für die steigende Beliebtheit der Schlossheirat könnte das festliche Ambiente im Objekt sein.

Zwei gleichgeschlechtliche Trauungen

2019 gab es zwei gleichgeschlechtliche Eheschließungen. 2017 wurde diese erlaubt. Im selben Jahr gab sich daraufhin ein gleichgeschlechtliches Paar in Kalbe das Ja-Wort. Im darauffolgenden Jahr keine.

Außerdem lässt sich weiterhin feststellen, dass das Heiraten in den Sommermonaten beliebt ist. So waren die meisten Trauungen im Juni (5), Juli (7) und August (4) zu verzeichnen. Im Mai, Oktober und November fanden jeweils drei Trauungen statt. Und auch im Winter ist es gar nicht mehr so ungewöhnlich, dass Paare Hochzeit halten. So gab es in 2019 im Dezember, im Januar und im März jeweils eine Trauung. Im September, einem Monat, der Schönwettertage zu bieten hat, heiratete 2019 kein Paar.

Schon 20 Voranmeldungen für 2020

Bei den Wochentagen zeichnet sich die Beliebtheit für Freitag und Sonnabend ab. Grundsätzlich werde aber an jedem Werktag geheiratet, so die Standesbeamtin.

Als Datum für die Eheschließung wählen Paare gern einen besonderen Termin, manchmal ist es auch das Kennlerndatum. Oder die Hochzeit soll in einem bestimmten Monat stattfinden. Die Standesbeamtin empfiehlt daher, den gewünschten Termin schon rechtzeitig registrieren zu lassen. So darf die Ehe vom Gesetzgeber her ein halbes Jahr vor Eheschließungstermin angemeldet werden. Dennoch ist es möglich, schon früher den Wunschtermin vormerken zu lassen. Für Paare, die nächstes Jahr, also 2021, heiraten wollen, können in Kalbe ab Oktober diesen Jahres Termine vorgemerkt werden.´Das Vormeldeprinzip für dieses Jahr haben die heiratswilligen Paare schon rege in Anspruch genommen. „Ich habe schon 20 vorgemerkte Termine“, berichtet Beatrice Krause-Apel.

Immer ein besonderer Moment

Den Beruf der Standesbeamtin führt Krause-Apel sehr gern aus. Ihre Haupttätigkeit ist die Sachbearbeitung und Beurkundung von Personenstandsfällen, also von Geburten, Eheschließungen und Todesfälle. In diesem Zuge ist sie auch Ansprechpartnerin bei der Namensführung der Bürger. Ein besonderer Moment ist für die 31-Jährige, die seit April 2017 Standesbeamtin ist, aber jedesmal wieder eine Eheschließung.

„Es ist immer wieder etwas Besonderes. Und es wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre.“ Schließlich möchte Krause-Apel die Trauung so individuell wie möglich für das Paar gestalten. Dazu lässt sie sich im Vorfeld die Geschichte des Paares erzählen. Gemeinsam mit ihm werde auch die Musik ausgesucht, die während der Zeremonie gespielt wird. Der Moment des Ja-Wort-Gebens soll schließlich ein besonderer Moment für das Paar werden.