Hospizarbeit

Hospiz macht Schule: Schüler in Gardelegen reden über den Tod

Von Elke Weisbach
Auch Ärztin Urte Kreißl (links) war bei den Viertklässlern zu Gast und sprach mit ihnen über Krankheit und Leid. Foto: Kathleen Tanger

Gardelegen

Sterben und Tod sind Themen, die Erwachsene oft und gern verdrängen, aber sie gehören zum Leben dazu. Kinder gehen mit diesen Themen meist unbefangener um. Aus diesem Grund gibt es seit vier Jahren eine Zusammenarbeit des ambulanten Hospizdienstes Gardelegen und des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Altmark mit der evangelischen Grundschule in Gardelegen unter dem Motto „Hospiz macht Schule“.

Das Projekt fand nun wieder eine Woche lang statt. Neben Thomas Rehbein vom ambulanten Hospizdienst und Kathleen Tanger vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst waren auch die Ehrenamtlichen Corinna Brachmann aus Poppau, Edelgard Schoft aus Estedt und Anja Freist aus Jerchel sowie die Gardelegener Ärztin Urte Kreißl vor Ort, um mit den Mädchen und Jungen über Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, über das Traurig-Sein sowie Trost und Trösten zu sprechen. Die 15 Schüler der vierten Klasse wurden dafür in drei Gruppen eingeteilt, die von einer ehrenamtlichen Helferin betreut wurden. Es sei auch für sie, so Kathleen Tanger, eine seltene Möglichkeit, prophylaktisch zu arbeiten.

Die Kinder zeigten sich sehr aufgeschlossen und hatten viele Fragen, die sich auch um die Pandemie mit ihren Einschränkungen und das Leid, das durch sie entstehen kann, drehten. Sie hörten Geschichten, erstellten Plakate, malten Bilder und drehten kleine Videos über ihre gemachten Erfahrungen, die sie zum Abschluss präsentierten.