Gardelegen l Mit einem Laptop auf dem Schoß sitzt Patrick Arndt auf dem Fahrersitz eines Autos. Mit prüfendem Blick schaut er auf den Monitor, ist auf Diagnosesuche. Der Kraftfahrzeugtechnikmeister, der erst wenige Tage zuvor seinen Meisterbrief erhalten hat, findet den Fehler und kann anschließend den Schaden beheben. „Ich wollte eigentlich schon immer etwas mit Autos machen“, sagt er im Volksstimme-Gespräch. An Fahrzeugen herumschrauben, das hat dem Gardelegener schon seit der Kindheit Spaß gemacht. Und nach dem Schulabschluss war es dann soweit. Arndt bewarb sich bei einem Autohaus in seiner Heimatstadt und wurde prompt genommen.

Nach der Ausbildung blieb er dem Betrieb treu, arbeitete als Geselle und hatte als Serviceberater häufig Kontakt zu den Kunden. „Und dann war klar, dass irgendwann die nächste Stufe kommen muss. Man will sich ja selbst etwas beweisen, möchte eine Perspektive haben“, sagt der 30-Jährige. In Absprache mit seinem Betrieb, der Autohaus Behrens GmbH, besuchte er den Meisterlehrgang. Und das sehr erfolgreich. Von 64 Teilnehmern im Bereich Kraftfahrzeugtechnik wurde Patrick Arndt Jahrgangsbester mit der Note 1,5.

Man möchte eine Perspektive haben

Für den Meisterlehrgang war er ein halbes Jahr von seinem Betrieb freigestellt worden. Zur Schulung fuhr er nach Möckern ins Berufstechnische Zentrum (BTZ) für Kraftfahrzeugtechnik. Die erste Zeit pendelte er zwischen Gardelegen und Möckern. Später suchte er sich gemeinsam mit anderen Teilnehmern des Lehrgangs eine kleine Wohnung im Ausbildungsort, denn der Tag am BTZ war lang. Unterrichtsbeginn war 7.30 Uhr. Bis 16.30 Uhr waren zahlreiche Fakten aufzunehmen. „Die Meisterschule war schon anspruchsvoll. Da muss man sich schon auf den Hosenboden setzen und lernen“, berichtet der Gardelegener. Die Mühen haben sich aber gelohnt. „Wir sind froh, einen so gut ausgebildeten Meister zurückzubekommen“, lobt Mike Scherner, Geschäftsführer im Gardelegener Autohaus, Patrick Arndts Leistungen.

Auch wenn er in der Werkstatt viel mit Laptop und Monitor zu tun hat, mit dem Werkzeug am Fahrzeug hantieren wird er dennoch weiter. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem Endabnahme, Rechnungslegung oder das Erstellen von Gutachten. Und schließlich berechtigt ihn der Meisterbrief auch, Lehrlinge auszubilden. Gespannt ist Arndt auf die Herausforderungen, die in Zukunft die Hochvolttechnik mit sich bringen wird, denn auf dem Gebiet der Elektromobilität und der Hybridmotoren werde sich in den nächsten Jahren einiges tun, ist der Kraftfahrzeugtechnikmeister sicher.

Regelmäßig bei Ford-Treffen dabei

Patrick Arndt hat sein Hobby zum Beruf machen können. Der Beruf ist aber auch immer Hobby geblieben. In seiner Freizeit fährt der Gardelegener nämlich regelmäßig zu Ford-Treffen.