Kalbe l Im vorläufigen Entwurf des Investitionsplanes für Maßnahmen in der Einheitsgemeinde - in Vorbereitung auf den Haushalt – klafft eine Finanzlücke von 1,8 Millionen Euro (wir berichteten). Eine gewaltige Summe, was allerdings dramatischer klingt, als es tatsächlich ist. Der Millionenbetrag fehlt im Stadthaushalt ja nicht tatsächlich, sondern ist eine Rechnung auf dem Papier. So besteht der Investitionsplanentwurf aus „Wunschzetteln“, die die Ortschaften eingegeben haben, wie Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth erläutert. Die Ortschaftsräte und Ortsvorsteher gaben an, welche Maßnahmen im investiven Bereich in ihren Orten umgesetzt werden sollen. Daraus resultieren die geplanten Arbeiten und die voraussichtlichen Kosten. Eingeflossen sind auch Maßnahmen, die bereits in den Vorjahren angedacht waren und verschoben wurden.

Um alle Wünsche der Ortschaften in diesem Jahr erfüllen zu können, fehlt der genannte Betrag. Nun gilt es abzuwägen, welche Maßnahmen dringend erforderlich sind und welche auf kommende Jahre verschoben werden können. Ebenso ist zu schauen, bei welchen Posten Kosten eingespart werden können.

In fast allen Breichen Kürzungvorgenommen

Beraten haben die Mitglieder des Bauausschusses.„Wir haben in fast allen Bereichen Kürzungen vorgenommen oder Maßnahmen verlagert“, berichtet Ruth. Ein ganz großer Brocken, der im Hinblick auf „Unklarheiten bei der Finanzierung“ bereits herausgenommen wurde, sind alle angedachten Tiefbauarbeiten, so Ruth. Abzuwarten bleibt, ob weiterhin Anliegerbeiträge anfallen oder nicht. Allerdings ist allein mit der Herausnahme dieser Maßnahmen die Finanzlücke noch nicht geschlossen, denn die Kosten für diese lagen insgesamt im sechsstelligen Bereich.

Rund 1,6 Millionen sind im Entwurf für den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Kalbe eingeplant. Allerdings stehe die Förderung durch das Land noch nicht auf sicheren Beinen, wie der Bürgermeister informierte, da auch im Landeshaushalt Einsparungen erfolgen müssen.

Este Lesung voraussichtlch im März

1,1 Millionen Euro sind für Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen vorgesehen. Mehr als 250.00 Euro sind für Maßnahmen in kommunale Wohnungen, Dorfgemeinschaftshäusern und Trauerhallen eingeplant. Den größten Posten dabei nimmt der Abriss eines Wohnblocks in Badel ein. Das Dorfgemeinschaftshaus Kahrstedt soll ein neues Dach bekommen, das Dorfgemeinschaftshaus Altmersleben eine neue Heizung, um nur einige Beispiele des vorläufigen Investitionsplanes zu nennen.

Mit dem Haushalt 2020 für die Einheitsgemeinde Kalbe werden sich nun die Fachausschüsse befassen. Voraussichtlich in der Stadtratssitzung im März könne dann die erste Lesung des Haushaltes erfolgen.