Wiepke l Wer kandidiert für den Wiepker Ortschaftsrat? Soll eine Gruppe gebildet werden, oder sind Einzelbewerber besser? Um das herauszufinden, hatte der Ortschaftsrat ins Gasthaus „Spelunkenwirt“ eingeladen. Allerdings: Eine Gruppe aufzustellen, haben die Bürger noch nicht geschafft. Zwar waren rund 15 Bürger erschienen und beteiligten sich auch engagiert an der Diskussion. Einige Namen wurden auch genannt. Mangels interessierter Kandidaten wurde die endgültige Aufstellung jedoch noch einmal vertagt.

Der Wiepker Ortschaftsrat besteht derzeit aus fünf Mitgliedern. Nicht alle wollen weitermachen. Ortsbürgermeister Hartmut Arp erklärte in der Sitzung unumwunden, dass er bei der Kommunalwahl nicht noch einmal kandidieren würde. Der 71-Jährige will aus Altersgründen nicht noch einmal antreten. Er hat den Posten des Wiepker Ortsbürgermeisters seit 2007 inne.

Gruppen-Kandidaten können nachrücken

Arps Erklärung wurde von den Anwesenden mit großem Bedauern aufgenommen. „Wir haben uns ja alle auch schon Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn Hartmut nicht mehr da ist. Ich würde mir wünschen, dass es einer von den alten Hasen macht“, sagte Gaby Gaede dazu. Auch Birgitt Krüger will nicht noch einmal antreten. Gaby Gaede und Markus Gaede erklärten, dass sie noch unschlüssig seien und ihre Entscheidung über eine erneute Kandidatur auch vom Verlauf der Kandidatenaufstellung abhängig machen wollten. Einzig Vize-Bürgermeister Uwe Schlonsak meinte, er wolle weitermachen.

Favorisiert hatten die Ortschaftsratsmitglieder, dass auf der Sitzung am Dienstagabend bereits eine oder mehrere Gruppen gebildet würden, die zur Kommunalwahl antreten. Der Vorteil einer solchen Gruppe sei, dass ein neuer Kandidat in den Ortschaftsrat nachrücken könnte, wenn ein Mandatsinhaber ausfalle, erklärte Arp, beispielsweise aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen. Bei den Einzelbewerbern gebe es jedoch die Möglichkeit eines solchen Nachrückens nicht.

Örtliche Vereine einbeziehen

Allerdings fanden sich auf der Sitzung nicht genug Kandidaten für eine solche Gruppe. Einige nicht anwesende Bürger hatten zwar im Vorfeld ihr Einverständnis erklärt, weitere Namen wurden genannt, aber spruchreif ist bislang noch nichts. Insofern schloss Hartmut Arp, sei es günstiger, wenn nun doch Einzelbewerber antreten würden. Wenn diese Einzelbewerber auf dem Weg nach Gardelegen zur Abgabe ihrer Unterlagen doch noch beschießen würden, zusammen eine Gruppe zu gründen, sei das ja auch möglich. Auf jeden Fall hielten die Ortspolitiker es für wichtig, die örtlichen Vereine einzubeziehen und wollen noch einmal bei den betreffenden Vorständen nachhaken, ob nicht ein Mitglied zur Kandidatur bereit sei.

Uwe Schlonsak schlug schließlich vor, die Aufstellung noch einmal zu vertagen. Ein wenig Zeit sei ja noch bis zum Ende der Bewerbungsfrist. Und man habe ja nun sieben bis acht mögliche Kandidaten, weitere könnten sich bis zur nächsten Sitzung finden. Der Ortschaftsrat schloss sich dem Vorschlag an. Auf der Tagesordnung für die nächste Ortschaftsratssitzung wird also der Punkt „Gründungsversammlung Wählergruppe“ erneut auf der Tagesordnung stehen. Der Ortschaftsrat tagt am Dienstag, 26. Februar. Die Sitzung wird um 19.30 Uhr eröffnet. Tagungsort ist erneut die Gaststätte „Spelunkenwirt“.